Wahlfälschungsverdacht erschüttert Schweizer Gemeinde Düdingen nach auffälligen Stimmenmuster
Lotta BrandtWahlfälschungsverdacht erschüttert Schweizer Gemeinde Düdingen nach auffälligen Stimmenmuster
In der Schweizer Gemeinde Düdingen werden mögliche Wahlfälschungen untersucht, nachdem bei der Parlamentswahl vom vergangenen Sonntag Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Das Wahlbüro entdeckte die Auffälligkeiten und alarmierte die Bezirksverwaltung der Region Sense, woraufhin ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Wahlmanipulation durch Stimmensammlung eingeleitet wurde.
Die Bedenken entstanden, als Beamte während der Stimmenauszählung Dutzende Wahlzettel mit frappierend ähnlicher Handschrift entdeckten. Ein solches Muster weckte den Verdacht auf unzulässige Stimmensammlung – eine Praxis, die nach Artikel 282bis des Schweizer Strafgesetzbuchs verboten ist.
Der Fall wurde inzwischen der Staatsanwaltschaft Freiburg zur weiteren Bearbeitung übermittelt. Zwar wurden noch keine konkreten Maßnahmen bekannt gegeben, doch sollen die Ermittler klären, ob die Unregelmäßigkeiten das Ergebnis der Wahlen zum Gemeinderat beeinflusst haben. Der Rat, der die Geschicke Düdingens lenkt, umfasst 50 Sitze.
Unterdessen leitet die Staatsanwaltschaft auch ein separates Ermittlungsverfahren zum Brand eines Postauto-Busses in Kerzers, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Forensiker und Polizei untersuchen derzeit die Unglücksstelle; für Mittwoch, 14:00 Uhr, ist eine Pressekonferenz unter Leitung von Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin angesetzt.
Die Untersuchungen zu den Wahlunregelmäßigkeiten in Düdingen dauern derweil an. Sollte sich der Verdacht auf Stimmensammlung bestätigen, könnten rechtliche Konsequenzen nach Schweizer Recht folgen. Die Behörden prüfen weiterhin, ob der mutmaßliche Betrug das Endergebnis der Gemeinderatswahl verfälscht hat.
