Grünwalds Bürgermeisterwahl: Bushido erhält Stimmen – ohne zu kandidieren

Elias Werner
Elias Werner
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Ein Plakat, das das Münchner Oktoberfest bewirbt und ein Gesicht mit einer Krone zeigt.Elias Werner

Rapper Bushido bekommt drei Stimmen - Grünwalds Bürgermeisterwahl: Bushido erhält Stimmen – ohne zu kandidieren

Die jüngste Bürgermeisterwahl in Grünwald nahm eine ungewöhnliche Wendung, als Wähler statt des einzigen offiziellen Kandidaten die Namen prominenter Persönlichkeiten auf die Stimmzettel schrieben. Der Rapper Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, erhielt drei Stimmen – obwohl er gar nicht kandidierte. Weitere überraschende Vorschläge waren die AfD-Politikerin Alice Weidel, Fußballlegende Karl-Heinz Rummenigge und der Co-Vorsitzende der Linken, Jan van Aken.

Bei der Wahl sicherte sich der langjährige Amtsinhaber Jan Neusiedl mit überwältigenden 84 Prozent der Stimmen seine fünfte Amtszeit.

Neusiedl, ein erfahrener CSU-Politiker, führt Grünwald seit 24 Jahren an. Am 8. März 2026 wurde er für eine weitere sechsjährige Amtszeit mit 84-prozentiger Unterstützung wiedergewählt. Da kein offizieller Gegenkandidat antrat, konnten die Wähler gemäß bayerischem Wahlrecht alternative Namen eintragen.

Unter den eingereichten Vorschlägen erhielt Bushido drei Stimmen. Der für seine umstrittene Karriere bekannte Rapper ist kürzlich nach Grünwald gezogen, um sich auf das Familienleben mit seiner Frau und acht Kindern zu konzentrieren. Sein neues Domizil im Wert von 33 Millionen Euro verfügt über 19 Zimmer und mehr als 800 Quadratmeter Wohnfläche. Derzeit ist er zudem mit seiner Alles wird gut-Tournee und als Juror bei Das Supertalent beschäftigt.

Weitere Stimmen gingen als Vorschläge an die AfD-Politikerin Alice Weidel (zwei Stimmen), die Fußballlegende Karl-Heinz Rummenigge (eine Stimme) und den Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken (eine Stimme).

Neusiedls erdrutschartiger Sieg bestätigt seine anhaltend starke Unterstützung in Grünwald. Die Wahl zeigte zudem die Besonderheiten des bayerischen Wahlrechts auf, das es den Wählern ermöglicht, über die offiziellen Optionen hinaus Präferenzen auszudrücken. Bushidos Stimmen – wenn auch symbolisch – lenkten die Aufmerksamkeit auf seinen jüngsten viel beachteten Umzug in den wohlhabenden Münchner Vorort.