Özdemir verzichtet auf Brezel-Tattoo trotz Grünen-Wahlsieg in Baden-Württemberg

Elias Werner
Elias Werner
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Ein Mann in einem Anzug steht selbstbewusst vor einer Tür, die mit "Ein demokratischer Wähler" beschriftet ist und sieht entschlossen aus.Elias Werner

Warum Özdemir noch keinen Brezel-Tattoo hat - Özdemir verzichtet auf Brezel-Tattoo trotz Grünen-Wahlsieg in Baden-Württemberg

Grünen-Chef Cem Özdemir hat bestätigt, dass er sich trotz des Wahlsiegs seiner Partei in Baden-Württemberg kein Brezel-Tattoo stechen lassen wird. Die Idee hatte während des Wahlkampfs für Aufmerksamkeit gesorgt, doch letztlich entschied er sich dagegen. Seine Entscheidung folgt auf frühere Äußerungen, in denen er Tattoos generell kritisch gegenüberstand.

Der Trend zu Brezel-Tattoos war unter Kampagnenhelfern entstanden, nachdem die Grünen die Landtagswahl gewonnen hatten. Mehrere Unterstützer ließen sich das Symbol als Zeichen des Siegs bei der Feier der Partei in Stuttgart stechen. Özdemir selbst hatte kurzzeitig überlegt, es ihnen gleichzutun, zog sich dann aber zurück.

Kein anderes hochrangiges Grünen-Mitglied ließ sich während des Wahlkampfs 2024 ein ähnliches Tattoo stechen. Das Brezel-Design blieb eine basisdemokratische Geste und kein offizielles Parteisymbol. Özdemir scherzte sogar, die Tattoo-Maschine stehe weiterhin bereit – obwohl einige Mitarbeiter gehofft hatten, er würde seine Meinung noch ändern.

Seine früheren Aussagen, in denen er seine Abneigung gegen Tattoos zum Ausdruck brachte, dürften die endgültige Entscheidung beeinflusst haben. Während der Wahlkampf bei den Fans Begeisterung auslöste, blieb die Parteiführung bei traditionelleren Feierformen.

Die Brezel-Tattoos wurden zu einem kleinen, aber prägnanten Teil des Grünen-Wahlsiegs. Özdemirs Verzicht darauf lenkt den Fokus auf die Politik statt auf persönliche Gesten. Vorerst bleiben die tätowierten Brezeln ein einzigartiges Zeichen der Ehrenamtlichen-Begeisterung.