250-Kilo-Bombe in Dresden entdeckt: 18.000 Menschen fliehen vor Kriegsrelikt

Noah Weber
Noah Weber
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Ein altes Dokument mit einer Zeichnung einer Stadtansicht, die die Belagerung von Dresden im Jahr 1803 zeigt, mit Text, der die Ereignisse der Belagerung beschreibt.Noah Weber

Zweiter Weltkrieg: Bombe in Dresden entschärft - Zünder vor Ort detoniert - 250-Kilo-Bombe in Dresden entdeckt: 18.000 Menschen fliehen vor Kriegsrelikt

250-Kilo-Weltkriegsbombe in Dresdner Innenstadt entdeckt – 18.000 Menschen müssen evakuieren

In der Dresdner Innenstadt wurde am Sonntag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, die zur Evakuierung von 18.000 Menschen führte. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger wurde in der Nähe der eingestürzten Carolabrücke auf der Neustädter Seite der Elbe gefunden. Die Behörden richteten umgehend eine Sperrzone mit einem Radius von 1.000 Metern ein, während Kampmittelräumer daran arbeiteten, die Gefahr zu beseitigen.

Die Bombe war bei einer routinemäßigen Munitionssuche entdeckt worden. Anders als viele andere Kriegsrelikte verfügte sie nur über einen einzigen Zünder – ihr schlechter Zustand machte sie jedoch höchst instabil. Fachleute kamen zu dem Schluss, dass eine manuelle Entschärfung aufgrund der schweren Beschädigungen durch den ursprünglichen Abwurf zu riskant sei.

Um den Zünder sicher zu entfernen, setzte das Team einen Hochdruck-Wasserstrahlschneider ein. Mit dieser Methode gelang es, den Bombenboden zusammen mit dem Zünder in einem Stück zu bergen. Wäre dieser Ansatz gescheitert, hätte als letzte Option nur noch eine kontrollierte Sprengung vor Ort in Frage gekommen.

Die gesamte Operation dauerte zwei Stunden. Sobald der Zünder isoliert war, wurde er vor Ort zerstört, wobei nur ein kleines Fragment zurückblieb. Dies war der gefährlichste Teil der Bombe, und seine Beseitigung sorgte dafür, dass der Rest ohne weiteres Risiko entschärft werden konnte.

In den vergangenen fünf Jahren gab es in Deutschland rund 2.500 ähnliche Funde, davon allein im Jahr 2023 etwa 650. Großstädte wie Berlin, Köln und München bleiben Schwerpunkte für die Bergung von Kriegsaltlasten.

Durch den erfolgreichen Einsatz konnte eine mögliche Katastrophe in einem dicht besiedelten Gebiet verhindert werden. Die Anwohner durften zurückkehren, nachdem die Sperrzone aufgehoben worden war. Die Dresdner Kampmittelräumdienste bestätigten, dass an der Fundstelle keine weiteren Gefahren mehr bestünden.