AWO Braunschweig zeigt Fortschritte und Lücken bei Gleichstellung in Führungspositionen

Hannah Böhm
Hannah Böhm
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Eine Europa-Karte mit verschiedenen Farben, die den Geschlechtergleichheitsindex für die Arbeit im Jahr 2017 darstellen, begleitet von erklärendem Text auf der linken Seite.Hannah Böhm

AWO Braunschweig zeigt Fortschritte und Lücken bei Gleichstellung in Führungspositionen

Der AWO-Bezirksverband Braunschweig hat seinen dritten Gleichstellungsbericht veröffentlicht, der sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen auf dem Weg zu mehr Fairness am Arbeitsplatz aufzeigt. Zwar ist es der Organisation gelungen, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, doch räumt sie ein, dass tief verwurzelte gesellschaftliche Strukturen vielen nach wie vor den Zugang zu gleichen Chancen erschweren.

Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die AWO ihre langjährige Verpflichtung zur Förderung von Frauenkarrieren durch familienfreundliche Maßnahmen und flexible Führungsmodelle bekräftigt.

Seit 2007 trägt der Verband das Zertifikat der berufundfamilie gGmbH, eine Auszeichnung für seine Bemühungen, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Diese Zertifizierung hat es der AWO Braunschweig ermöglicht, Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuungsangebote einzuführen. Regelmäßige Audits und regionale Berichte bis 2025 zeigen, dass diese Veränderungen die Abhängigkeit von Teilzeitarbeit bei Frauen um 15–20 Prozent verringert und die Karriereentwicklung im Raum Braunschweig verbessert haben.

Im aktuellen Bericht wird ein Anstieg von Frauen in Positionen als Geschäftsführerinnen und in Vollzeit-Führungsfunktionen verzeichnet. Dennoch gibt die Organisation zu, dass Frauen in den eigenen Führungsgremien weiterhin unterrepräsentiert sind. Um dies zu ändern, bietet die AWO weiterhin Teilzeit-Führungsmodelle an, um vielfältigere Führungsteams zu schaffen.

Rifat Fersahoglu-Weber, Vorsitzende des Bezirksvorstands, betonte, dass echter Wandel nur durch die Umgestaltung struktureller Rahmenbedingungen gelingen könne. Der Verband sehe Chancengleichheit als zentrales Prinzip an, doch sozialer und wirtschaftlicher Diskriminierung aufgrund veralteter gesellschaftlicher Normen bleibe weiterhin bestehen.

Die AWO Braunschweig bleibt darauf fokussiert, die Karrierechancen von Frauen durch zertifizierte familienfreundliche Maßnahmen auszubauen. Mit ihren laufenden Initiativen will sie Hindernisse abbauen und den Frauenanteil in Führungspositionen erhöhen. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob es gelingt, Arbeitsstrukturen und gesellschaftliche Einstellungen nachhaltig zu reformieren.

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