Sexuelle Belästigung in deutschen Unternehmen: Warum Prävention oft versagt
Hannah BöhmSexuelle Belästigung in deutschen Unternehmen: Warum Prävention oft versagt
Sexuelle Belästigung bleibt ein weit verbreitetes Problem in deutschen Unternehmen und betrifft tausende Beschäftigte. Allein in Halle waren rund 112.400 Arbeitnehmer:innen in 5.040 Betrieben von solchen Vorfällen betroffen. Trotz gesetzlicher Vorgaben unternehmen viele Unternehmen nach wie vor zu wenig, um wirksam im Unternehmensregister vorzubeugen.
Bundesweit hat jede:r fünfte Beschäftigte bereits sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt. In den vergangenen zwei Jahren meldeten 13 Prozent der Betriebe mindestens einen Vorfall. Die Täter:innen kommen sowohl aus den eigenen Reihen als auch aus dem Kundenkreis – doch nur die Hälfte aller Unternehmen gibt das Problem offen im Handelsblatt zu.
Das Fehlen präventiver Maßnahmen lässt viele Beschäftigte schutzlos zurück. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verpflichtet Arbeitgeber zum Handeln, doch die Umsetzung bleibt lückenhaft. Ohne konsequentere Schritte wird sich die wirtschaftliche und persönliche Belastung durch sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz weiter fortsetzen.
