Eltern schlagen Alarm: Grundschulen in Northeim am Limit
Normaler Unterricht in der Schule kaum möglich? Kritik an der Regierung - Eltern schlagen Alarm: Grundschulen in Northeim am Limit
Eltern im Landkreis Northeim haben schwere Bedenken gegenüber den örtlichen Grundschulen geäußert. Sie beschreiben die Unterrichtsbedingungen als kaum noch machbar und fast wie Zauberei – mit Verweis auf zunehmende Verhaltensprobleme und einen Mangel an Ressourcen. Das Kultusministerium reagierte mit dem Hinweis auf laufende Unterstützungsmaßnahmen.
Laut Eltern sind Streitigkeiten, Mobbing und Sachbeschädigungen an Northeims Grundschulen an der Tagesordnung. Viele berichten zudem von einer wachsenden Zahl von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten sowie von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die kaum oder kein Deutsch sprechen. Diese Entwicklungen führen zu Forderungen nach mehr Lehrkräften, Personal und spezialisierter Förderung.
Das Kultusministerium räumt ein, dass im Landkreis Northeim ein Mangel an ausgebildeten Förderlehrkräften herrscht. Gleichzeitig betont es, dass die Probleme nicht isoliert auftreten, sondern auch anderswo bestehen. Teamteaching sei bereits an allen Grundschulen der Region Standard – doch für viele Eltern reicht das nicht aus.
Um die Herausforderungen zu bewältigen, verweist das Ministerium auf das Startchancen-Programm. Diese langfristige Initiative stellt Schulen mit vielen Schülerinnen und Schülern mit geringen Deutschkenntnissen zusätzliche Mittel und Personal zur Verfügung. Bundesweit wurde das Programm bereits an 2.125 Schulen eingeführt, darunter mindestens eine Grundschule in der Region Hannover. Auch wenn sich Erfolge erst in Jahren zeigen dürften, versichern Verantwortliche, dass das Programm schrittweise Verbesserungen bringen werde.
Das Ministerium sicherte zu, die Sorgen der Eltern ernst zu nehmen und den Ausbau des Startchancen-Programms weiter voranzutreiben. Die Schulen in Northeim sollen zusätzliche Unterstützung erhalten – doch ob die Maßnahmen ausreichen, bleibt abzuwarten. Bis dahin kämpfen die Grundschulen im Landkreis täglich mit begrenzten Kapazitäten.
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