Pläne für umstrittene Biomethan-Anlage gestrichen: Das ist der Grund

Pläne für umstrittene Biomethan-Anlage gestrichen: Das ist der Grund
Pläne für großes Biomethanwerk in Steinfeld (Landkreis Vechta) nach jahrelangem Widerstand gescheitert
Nach Jahren des Protests sind die Pläne für ein großes Biomethanwerk im niedersächsischen Steinfeld (Landkreis Vechta) vom Tisch. Die Anlage, die von der Shell-Tochter Nature Energy unterstützt wurde, sollte landwirtschaftliche Abfälle in erneuerbares Gas umwandeln. Doch wegen des lokalen Widerstands und Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Landwirtschaft lehnte der Gemeinderat das Vorhaben im Dezember 2025 endgültig ab.
Erste Kontakte zwischen Nature Energy und der Gemeinde Steinfeld gab es bereits 2021. Die offiziellen Planungen begannen 2023: Das Unternehmen schlug ein Werk vor, das jährlich zwischen 450.000 und 500.000 Tonnen landwirtschaftliche Reststoffe verarbeiten sollte. Die Abfälle wären vor allem aus Betrieben der Region Oldenburg stammen sollen.
Von Anfang an stieß das Projekt auf Kritik. Anwohner und Landwirte fürchteten eine erhöhte Nachfrage nach Gülle und Jauche – ähnliche Bedenken hatten bereits ein Jahr zuvor, im Dezember 2024, ein von Shell unterstütztes Biogasprojekt im brandenburgischen Landkreis Prignitz gestoppt. In Steinfeld formierte sich der Widerstand weiter. Die Gemeinde Karstädt führte sogar ein Bürgerentscheid durch, bei dem sich die Mehrheit gegen die Anlage aussprach. Nach weiteren Beratungen zog der Steinfelder Gemeinderat am 15. Dezember 2025 offiziell seine Unterstützung zurück. Bürgermeister Sebastian Gehrold begründete die Entscheidung damit, dass das Projekt keine klaren Vorteile für die Gemeinde oder die ortsansässigen Landwirte geboten habe.
Mit der Absage endet ein vierjähriger Planungsprozess. Da keine alternativen Standorte in Aussicht sind, liegen Shells Biomethan-Pläne in der Region vorerst auf Eis. Die Entscheidung hinterlässt die Landwirtschaft in Steinfeld ohne die erwartete Infrastruktur zur Abfallverwertung.

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