Gorleben bleibt im Rennen: Wird der Standort Deutschlands Atomendlager?

Gorleben bleibt im Rennen: Wird der Standort Deutschlands Atomendlager?
Deutschland hat die Suche nach einem dauerhaften Endlager für atomaren Müll wiederaufgenommen – und Gorleben bleibt eine mögliche Option. Die Entscheidung, die bis 2031 fallen soll, belebt eine langjährige Debatte über das nukleare Erbe des Landes. Vor Jahrzehnten wurde der Standort nicht wegen seiner Eignung ausgewählt, sondern wegen seiner abgelegenen Lage im ehemaligen Ostdeutschland.
Gorleben geriet erstmals in den 1970er-Jahren in den Fokus, als Pläne für eine Wiederaufbereitungsanlage vorgelegt wurden. Die Anlage sollte einen geschlossenen Brennstoffkreislauf schaffen und damit eine fast unbegrenzte Versorgung mit Kernbrennstoff ermöglichen. Doch das Projekt wurde schließlich verworfen.
Seither ist die Region ein Kristallisationspunkt für Proteste. Im Jahr 2000 erlaubte das deutsche Atomausstiegsgesetz den bestehenden Kraftwerken einen Betrieb über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg – deutlich länger als die ursprünglich von den Grünen geforderte Fünf-Jahres-Frist. Dieser Kompromiss kostete die Partei erhebliche Unterstützung, insbesondere bei Anwohnern, die mit dem Müll leben müssten. Die Wut über die Entscheidung führte zu spektakulären Protestaktionen. Greenpeace Deutschland brachte heimlich sein ausgemustertes Schiff, die Beluga, nach Gorleben und richtete dort ein dauerhaftes Protestcamp ein. Lokale Aktivist:innen errichteten zudem einen ‘Ehrenfriedhof’ – eine spöttische Hommage an die Politiker, die den Kompromiss von 2000 mitgetragen hatten. Unter den Gedenktafeln befand sich auch ein Grabstein für den Künstler Joseph Beuys, einen vehementen Gegner der Atomkraft. Trotz jahrzehntelangen Widerstands bleibt Gorleben im Rennen. Das aktuelle Auswahlverfahren der Bundesregierung, das bis 2031 abgeschlossen sein soll, wird entscheiden, ob der Standort schließlich zum deutschen Atomendlager wird.
Die erneute Suche nach einem Endlager hält Gorleben in der öffentlichen Diskussion. Wird der Standort gewählt, würde er den Atommüll für Jahrhunderte beherbergen. Bis dahin hängt die Entscheidung von geologischen Gutachten und politischem Willen ab – eine finale Antwort soll es noch in diesem Jahrzehnt geben.

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