Versteckte Obdachlosigkeit im Heidekreis: Warum die Pandemie die Not verschärft

Admin User
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Eine Straße mit Autos und einem Bus vor Gebäuden mit Wänden, Fenstern, Tellern und Dächern, mit Plakaten und Bannern an den Wänden und einem Pfahl mit einer Straßenlaterne.

Versteckte Obdachlosigkeit im Heidekreis: Warum die Pandemie die Not verschärft

Lebensraum Diakonie: Zum heutigen Tag der Wohnungslosigkeit geben Annika Paul und Volker Jung Einblicke in ihre Arbeit

Homelessness im Landkreis Heidekreis verschärft sich zusehends – weit mehr Menschen sind betroffen, als offizielle Zahlen vermuten lassen. Während die Statistiken etwa 120 Wohnungslose ausweisen, warnen Sozialarbeiter:innen, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt. Steigende Inflation, die Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben viele in prekäre Lebensumstände gedrängt, wo sie um grundlegende Unterstützung kämpfen.

Das Beratungszentrum Lebensraum Diakonie in Soltau bietet Betroffenen lebenswichtige Hilfen an: Duschen, Waschmöglichkeiten, saubere Kleidung und Mahlzeiten. Die Einrichtung, geleitet von Andreas Winkel – dem Leiter der diakonischen Dienste für die Regionen Heidekreis, Uelzen und Lüneburg – verzeichnet seit der Pandemie eine stark gestiegene Nachfrage. Wochenfrühstück und monatliche Gemeinschafts-Kochveranstaltungen, die während der Lockdowns pausieren mussten, finden nun wieder statt, um soziale Bindungen zu stärken.

Doch der Landkreis Heidekreis bleibt von verdeckter Wohnungslosigkeit und sich verschlechternden Lebensbedingungen geprägt. Angesichts knappen sozialen Wohnraums und explodierender Kosten sind Unterstützungsangebote wie das Lebensraum Diakonie-Zentrum unverzichtbar. Ohne zusätzliche Fördergelder und mehr gesellschaftliches Engagement droht die Zahl der Menschen in prekären Verhältnissen weiter zu steigen.