Vermilion Energy startet umstrittene Erdgasbohrungen in der Altmark

Admin User
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Ein Schlagloch mit Gras, Steinen, einer Tüte und einem Rohr auf der linken Seite und Gras, Steinen und einem Objekt oben.

Vermilion Energy startet umstrittene Erdgasbohrungen in der Altmark

Der kanadische Energiekonzern Vermilion Energy hat mit den Bohrungen nach Erdgas in der Nähe von Kroge begonnen – mithilfe eines 53 Meter hohen Bohrturms. Das Unternehmen plant, die fossilen Brennstoffe aus großer Tiefe mindestens 15 Jahre lang zu fördern. Parallel laufen Vorbereitungen, um Bohrschlamm in stillgelegten Bergwerken in Staßfurt zu lagern.

Die Bohrung bei Wisselshorst, unweit von Kroge, zielt auf die geologische Formation der "Havelsandstein-Gruppe" ab. Schon länger ist dort Gas nachgewiesen worden, doch frühere Versuche des Konzerns ExxonMobil scheiterten an einer wirtschaftlich lohnenden Förderung. Vermilion, das die Rechte an dem Gebiet 2016 erworben hatte, rechnet damit, in etwa vier Monaten die geplante Tiefe von 5.000 Metern zu erreichen. Die Arbeiter bohren in 27-Meter-Abschnitten und setzen jede Sektion aus drei neuneinhalb Meter langen Stahlrohren zusammen.

Mit der Gasförderung in Kroge soll zwischen April und September 2025 begonnen werden. Für den Zugang zu den unterirdischen Vorkommen wird ein abgelenktes Bohrloch genutzt. Der anfallende Bohrschlamm soll unterdessen in den alten Stollen von Staßfurt eingelagert werden – die täglichen Transportfahrten sind bereits in Planung.