Thüringens Hochschulen melden erste Trendwende bei Studierendenzahlen

Hannah Böhm
Hannah Böhm
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Eine Luftaufnahme einer Stadt mit zahlreichen Gebäuden und einem bewölkten Himmel.Hannah Böhm

Teichert: Universitäten brechen Abwärtstrend bei Studentenzahlen - Thüringens Hochschulen melden erste Trendwende bei Studierendenzahlen

Thüringens Hochschulen erwarten stabilere Studierendenzahlen im Wintersemester – ein Wendepunkt nach Jahren des Rückgangs

Die Hochschulen in Thüringen könnten in diesem Wintersemester erstmals seit langem einen Rückgang der Studierendenzahlen stoppen – möglicherweise gibt es sogar einen leichten Anstieg. Steffen Teichert, Thüringens Minister für Kultur, Wissenschaft und Kunst, bezeichnete die Entwicklung als "Trendwende" für die Hochschullandschaft im Freistaat. Gleichzeitig wurde eine neue Finanzvereinbarung unterzeichnet, die eine Erhöhung der Landesmittel um 3,5 Prozent vorsieht.

Aktuelle Zahlen deuten darauf hin, dass Thüringens Hochschulen in diesem Wintersemester keinen weiteren Rückgang bei den Immatrikulationen verzeichnen werden. Nach Jahren sinkender Studierendenzahlen werteten Vertreter der Landesregierung dies als positives Signal.

Die Landesregierung hat zugestimmt, die Hochschulförderung um 3,5 Prozent auf rund 600 Millionen Euro zu erhöhen. Allerdings sieht der Finanzplan für 2026/2027 für das Jahr 2027 nur eine geringere Steigerung vor – eine Entscheidung, die von der oppositionellen Linken kritisiert wird. Trotz knapper Kassen schloss Teichert radikale Maßnahmen wie die Schließung von Studiengängen oder den Abriss von Gebäuden in naher Zukunft aus. Stattdessen betonte er die Notwendigkeit, die Hochschulen attraktiver zu gestalten, um junge Talente nach Thüringen zu ziehen.

Dies passt zu einer 2023 beschlossenen Gesamtstrategie, die auf den Ausbau der Forschung, die Sicherung von Fachkräften und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit abzielt. Langfristig soll bis 2035 oder 2040 eine gemeinsame Vision für die Hochschullandschaft entwickelt werden. Verhandlungen über ein neues Rahmenabkommen zur Hochschulförderung wurden jedoch auf das nächste Jahr verschoben. Bis dahin könnten die Hochschulen aufgrund der angespannten Haushaltslage mit knapperen Ressourcen auskommen müssen – eine Herausforderung für die langfristige Planung.

Die Erhöhung der Mittel und die stabilen Studierendenzahlen bringen den Hochschulen in Thüringen zwar vorläufig Entlastung. Doch die geringere Budgetsteigerung für 2027 und die verschobenen Finanzverhandlungen bedeuten, dass der Druck auf die Hochschulen bestehen bleibt. Nun gilt es, mit langfristigen Strategien die Zukunft des Hochschulstandorts zu sichern.

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