Steuergeldverschwendung: Wie zwei Niedersachsen-Projekte Millionen verbrannten

Admin User
2 Min.
Graffiti-übersäter Zug mit sichtbaren Kabeln, Häuser mit Fenstern im Hintergrund.

Steuergeldverschwendung: Wie zwei Niedersachsen-Projekte Millionen verbrannten

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat zwei kommunale Projekte in Niedersachsen scharf kritisiert, weil sie öffentliche Gelder verschwendet hätten. Sowohl die Welterbe-Shuttle-Buslinie in Goslar als auch der Kletterturm am Tankumsee bei Gifhorn haben laut dem jüngsten „Schwarzbuch“ des Verbandes erhebliche Verluste verursacht.

In Goslar verkehrte der Welterbe-Shuttle drei Jahre lang, von September 2021 bis August 2024. Trotz aller Bemühungen der Stadt fand das Angebot kaum Nutzer: Im Schnitt beförderte der Bus nur 36 Fahrgäste pro Tag – bei bis zu 18 geplanten Fahrten. Trotz der geringen Auslastung kostete der Betrieb rund 600.000 Euro. Die Stadt Goslar trug die Kosten und verbuchte einen Verlust von etwa 577.000 Euro. Der BdSt hält den Shuttle für überflüssig, da die Welterbestätten bereits durch andere ÖPNV-Linien erschlossen seien.

Auch der 2021 eröffnete Kletterturm am Tankumsee hat sich als finanzielle Belastung erwiesen. Statt durch Vermietung die Defizite des Sees auszugleichen, verursacht er selbst hohe Verluste. Bisher belasten die Kosten – inklusive Schäden und Prozesskosten – die Steuerzahler mit rund 1,43 Millionen Euro.

Das Schwarzbuch des BdSt führt beide Projekte als Beispiele für verschwendete Steuergelder an. Während der Welterbe-Shuttle in Goslar etwa 577.000 Euro Verlust einfuhr, schlug der Kletterturm am Tankumsee mit rund 1,43 Millionen Euro zu Buche. Der Verband kritisiert mangelnde Weitsicht und Planung bei den Vorhaben und fordert die Kommunen auf, künftig verantwortungsvoller mit öffentlichen Mitteln umzugehen.