Salzgitter debattiert über Kinderarbeit in satirischer T-Shirt-Fabrik für Asylbewerber:innen

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Ein Kind sitzt neben einem Glasfenster mit einem Zug auf einem Gleis drau├čen, neben einem anderen Gleis, Pflanzen, Geb├Ąuden, Stromleitungen, Masten und Himmel, mit einer S├Ąule auf der rechten Seite.

Salzgitter debattiert über Kinderarbeit in satirischer T-Shirt-Fabrik für Asylbewerber:innen

Der Stadtrat von Salzgitter steht vor einer umstrittenen Abstimmung über einen Antrag von Lars Tietjen von der Partei Die PARTEI. Der Vorschlag sieht die Einrichtung einer städtischen T-Shirt-Fabrik vor, in der Kindergarten- und Grundschulkinder arbeiten sollen. Die T-Shirts mit Aufschriften wie "Ich bin gesellschaftlich nützlich!" würden an Asylbewerber:innen und Bürgergeld-Empfänger:innen als Uniformen für Gemeinschaftsarbeit verteilt werden. Der Antrag, der Teil einer breiteren Debatte über Arbeitsverpflichtungen für Asylsuchende ist, hat hitzige Diskussionen ausgelöst. Tietjen, der für Die PARTEI spricht, argumentiert, dass die Initiative Arbeitsethos und bürgerliches Engagement fördere. Kritiker:innen hingegen hinterfragen den Einsatz von Kinderarbeit und die Umsetzbarkeit des Vorhabens. Die SPD hat vorgeschlagen, eine mögliche Pflicht zu Gemeinschaftsarbeit für Asylbewerber:innen zu prüfen, während die Fraktion der Freien Wähler/FDP diese Überprüfung auf alle Bürgergeld-Bezieher:innen ausweiten will. Der Stadtrat wird in seiner Sitzung am 10. Dezember über diese Anträge abstimmen. Die anstehende Abstimmung verspricht, ein entscheidender Moment in der Salzgitter Debatte über Arbeitsverpflichtungen für Asylsuchende zu werden. Zwar ist der T-Shirt-Fabrik-Vorschlag von Die PARTEI satirisch gemeint, doch hat er der Diskussion neue Aufmerksamkeit verschafft. Die endgültige Entscheidung wird den Umgang der Stadt mit Gemeinschaftsengagement und Arbeitsethos prägen.