Salzgitter AG schafft Quartalswende – doch Jahresprognose bleibt verhalten

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Salzgitter plant vorsichtig für das Gesamtjahr - Salzgitter AG schafft Quartalswende – doch Jahresprognose bleibt verhalten

Salzgitter AG meldet deutliche Erholung im dritten Quartal – aber gedämpfte Jahresprognose

Der deutsche Stahlkonzern Salzgitter AG hat im dritten Quartal einen deutlichen Turnaround geschafft und mit einem Vorsteuergewinn von 11,1 Millionen Euro abgeschlossen. Dies stellt eine Kehrtwende gegenüber dem erheblichen Verlust von knapp 153 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum dar. Dennoch hat das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr aufgrund anhaltend schwacher Nachfrage nach unten korrigiert.

Die externen Umsätze des Konzerns sanken im dritten Quartal um über 11 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Trotz dieses Rückgangs stieg das bereinigte EBITDA um mehr als ein Fünftel auf 107,2 Millionen Euro. Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter-Stahlgruppe, führte die Verbesserung auf Kostensenkungsmaßnahmen und eine leichte Erholung der Stahlpreise zurück.

Für das Jahr 2025 erwartet Salzgitter nun einen Umsatz von knapp über 9,0 Milliarden Euro – eine Absenkung gegenüber der bisherigen Prognose von 9,0 bis 9,5 Milliarden Euro. Beim Vorsteuerergebnis rechnet das Unternehmen mit einem Verlust zwischen 100 und 50 Millionen Euro, nach zuvor erwarteten Werten zwischen einem Verlust von 100 Millionen Euro und einem ausgeglichenen Ergebnis. Das EBITDA wird nun auf 300 bis 350 Millionen Euro taxiert, nach einer früheren Zielmarke von bis zu 400 Millionen Euro. Die angepasste Prognose deutet darauf hin, dass zwar Fortschritte gemacht werden, eine vollständige Erholung jedoch erst 2026 zu erwarten ist.

Die Quartalszahlen von Salzgitter AG zeigen zwar eine positive Entwicklung, doch die revidierte Jahresprognose unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der Stahlbranche. Trotz einer leichten Belebung der Stahlpreise geht das Unternehmen davon aus, dass sich Umsatz und Ertrag erst 2026 spürbar erholen werden.