Revolution in der Medizin: Start-up entwickelt tierfreie Diagnostik mit Algen-Technologie

Noah Weber
Noah Weber
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Mikroskopisches Bild eines gefärbten Lymphozyten in der Mitte eines humanen Gewebeschnitts.Noah Weber

Revolution in der Medizin: Start-up entwickelt tierfreie Diagnostik mit Algen-Technologie

Deutsches Start-up Phaeosynt revolutioniert medizinische Diagnostik mit tierfreier Methode

Das in Hannover ansässige Start-up Phaeosynt, das an der Universität Hannover beheimatet ist, will die medizinische Diagnostik mit einem völlig neuen, tierversuchsfreien Ansatz verändern. Das Unternehmen hat von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) eine Förderung in Höhe von 125.000 Euro erhalten. Ziel ist die Herstellung von Antikörpern ohne den Einsatz von Tieren – und damit eine deutliche Reduzierung von Test- und Transportkosten.

Die Technologie basiert auf Kieselalgen (Diatomeen), mikroskopisch kleinen Algen, mit denen vegane und nachhaltige Diagnostikwerkzeuge entwickelt werden sollen.

Als erstes Produkt plant Phaeosynt einen Schwangerschaftstest, der vollständig ohne tierische Bestandteile auskommt. Das Start-up hat bereits zwei Patente angemeldet und kooperiert mit Senova, einem Hersteller von Biokunststoffen, um die Tests zu produzieren. Damit vollzieht das Unternehmen einen Bruch mit herkömmlichen Methoden, die auf tierische Zellen oder lebende Tiere angewiesen sind.

Die Expansion steht bereits auf der Agenda: Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre will Phaeosynt mindestens fünf weitere Diagnostikprodukte entwickeln. Dazu gehören Schnelltests für Infektionskrankheiten wie COVID-19 und Influenza sowie Werkzeuge zum Nachweis von Krebs-Biomarkern und herz-kreislaufbedingten Erkrankungen. Besonders für die Point-of-Care-Diagnostik ist die Technologie aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit, geringen Kosten und Skalierbarkeit vielversprechend.

Mit der DBU-Förderung kann sich Phaeosynt am Markt etablieren – zum Vorteil von Krankenhäusern, Laboren und Zulieferern. Im Vergleich zu herkömmlichen Tierzellkulturen verbraucht die Methode des Start-ups weniger Ressourcen, Energie und Platz. Diese Effizienz in Kombination mit dem ökologischen Ansatz hat Phaeosynt als Vorbild für nachhaltige Biotechnologie positioniert.

Was das Unternehmen auszeichnet, ist die Verbindung von Forschungskompetenz und praktischer Anwendung. Durch den Verzicht auf tierbasierte Verfahren sollen medizinische Tests nicht nur schneller und kostengünstiger, sondern auch ethischer werden.

Phaeosynts vegane Antikörperproduktion könnte schon bald zum Standard in der medizinischen Diagnostik werden. Der erste tierfreie Schwangerschaftstest soll in Kürze auf den Markt kommen, gefolgt von einer Reihe weiterer Diagnostikinstrumente für Infektionskrankheiten und chronische Leiden. Mit der Unterstützung der DBU und einem klaren Entwicklungsplan ist das Start-up bereit, die Branche nachhaltig zu prägen.

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