Niedersachsens Friseure kämpfen gegen Rückforderung von Corona-Soforthilfen in Millionenhöhe

Lotta Brandt
Lotta Brandt
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Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Frau mit langen Zöpfen, identifiziert als Julia Margaret Cameron, die ein weißes Kleid mit einem gemusterten Schultertuch trägt, ihr Haar ist zurückgebunden und sie hat einen sanften Gesichtsausdruck und ihre Hände sind vor der Brust verschränkt.Lotta Brandt

Friseure wehren sich gegen Corona-Rückforderungsforderungen - Niedersachsens Friseure kämpfen gegen Rückforderung von Corona-Soforthilfen in Millionenhöhe

Tausende Friseurbetriebe in Niedersachsen sehen sich mit Forderungen zur Rückzahlung von Corona-Soforthilfen konfrontiert, die sie im Jahr 2020 erhalten hatten. Die Friseur-Innung Niedersachsen hat nun eine Petition gestartet, um gegen diese Rückforderungsbescheide vorzugehen. Die Innungsvertreter argumentieren, dass viele Salonbesitzer davon ausgingen, die Zuschüsse müssten nicht zurückgezahlt werden.

Laut Schätzungen der Innung erhielten über 7.500 Friseurbetriebe im Land Soforthilfen, meist in Höhe von 9.000 bis 15.000 Euro. Würden alle Betroffenen zur Rückzahlung von je 9.000 Euro verpflichtet, summierte sich die Gesamtforderung auf rund 67,5 Millionen Euro. Viele Saloninhaber berichten nun von finanziellen Engpässen und betonen, sie hätten keinen Anlass gesehen, mit Rückforderungen zu rechnen.

Die NBank, die für die Auszahlung der Hilfen zuständig war, besteht darauf, dass die Rückzahlungsbedingungen klar in den offiziellen Richtlinien festgehalten wurden. Die Friseur-Innung hingegen wirft den Behörden vor, die Unternehmen in die Irre geführt zu haben, und fordert nun einen vollständigen Erlass aller Rückforderungen. Zudem verlangt sie die Erstattung bereits geleisteter Rückzahlungen an die betroffenen Salonbesitzer.

Als Reaktion auf Härtefälle bietet die NBank Lösungen wie Ratenzahlungen oder Stundungen an. Die von der Innung unterstützte Petition wird am 18. Februar vom Petitionsausschuss des Landtages geprüft.

Insgesamt wurden in Niedersachsen im Jahr 2020 rund 140.000 Anträge auf Corona-Hilfen bewilligt, mit einem Gesamtvolumen von etwa 908 Millionen Euro. Unklar bleibt jedoch, wie viele dieser Gelder an Branchen außerhalb des Friseurhandwerks flossen.

Die Entscheidung über die Petition wird darüber entscheiden, ob die Friseurbetriebe die Soforthilfen zurückzahlen müssen. Sollten die Forderungen bestehen bleiben, könnte dies für viele Salons eine zusätzliche finanzielle Belastung bedeuten. Die Sitzung des Petitionsausschusses am 18. Februar wird zeigen, wie es für die betroffenen Unternehmen weitergeht.

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