Niedersachsen startet innovatives Projekt gegen Antisemitismus unter Jugendlichen

Admin User
1 Min.
Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, wobei ein Mädchen in ein Mikrofon auf einem Ständer spricht; hinter ihnen ist eine Umzäunung mit einem Dach, das mit Luftballons geschmückt ist.

Niedersachsen startet innovatives Projekt gegen Antisemitismus unter Jugendlichen

Ein neues Bildungsprojekt in Niedersachsen geht Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus unter Jugendlichen aktiv an. Die Initiative, geleitet vom Verein MUJOS e.V., bietet Workshops an, in denen die Teilnehmenden diese Themen gemeinsam erarbeiten. Ziel ist es, ihnen fundierte Argumentationsfähigkeit zu vermitteln und gleichzeitig Toleranz sowie einen nachhaltigen Dialog zu fördern.

Das Programm läuft in jährlichen Zyklen ab, wobei jede Ausgabe vier bis fünf Module zu unterschiedlichen Schwerpunkten umfasst. Die Jugendlichen übernehmen dabei eine aktive Rolle: Sie setzen sich selbstständig mit den Inhalten auseinander, statt Informationen nur passiv aufzunehmen. Dua Zeitun leitet die Modulreihe "Wie gehen wir mit Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus um?", die sich auf Prävention und die Stärkung junger Muslim:innen konzentriert.

Die Initiative verbindet die Bekämpfung von Antisemitismus mit antirassistischer Bildungsarbeit und thematisiert dabei sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen beiden Phänomenen. Durch die Vermittlung von Argumentationstechniken soll die Widerstandsfähigkeit gegen extremistische Narrative gestärkt werden. Das Projekt wird bis 2025 mit Unterstützung regionaler und bundesweiter Partner fortgeführt.