Niedersachsen schlägt Remote-Lernreform vor trotz Bedenken

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Schüler in Schuluniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, während ein Mädchen in ein Mikrofon auf einem Ständer spricht; dahinter ist eine Umzäunung zu sehen, die mit einem Dach versehen ist, das mit Ballons geschmückt ist.

Distanzlernen bei Sturm und Eis? Staat plant Reform - Niedersachsen schlägt Remote-Lernreform vor trotz Bedenken

Die niedersächsische Landesregierung unter Führung der rot-grünen Koalition schlägt ein Reformpaket vor, das unter anderem den Ausbau des Distanzunterrichts an Schulen vorsieht. Die Ministerin für Bildung und Kultur, Julia Willie Hamburg, treibt diese Initiative seit ihrem Amtsantritt 2022 voran. Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, eine rechtliche Grundlage für den Fernunterricht zu schaffen, sodass Schulen in verschiedenen Situationen auf digitale Lehrformate umstellen können. Extreme Wetterbedingungen wie Stürme, Glatteis oder Hitzewellen könnten zu Schulschließungen führen – hier soll der Distanzunterricht eine Alternative bieten, um den Unterrichtsbetrieb aufrechtzuerhalten. Während der COVID-19-Pandemie bewährte sich der Fernunterricht bereits und zeigte, dass er umsetzbar ist. Die neuen Regelungen sehen zudem vor, ihn aus pädagogischen oder organisatorischen Gründen einzusetzen, was innovative Lehrformate ermöglichen könnte. Allerdings stößt die Initiative bei verschiedenen Gruppen auf Kritik, darunter dem Landeselternrat und Lehrergewerkschaften. Sie befürchten, dass die Distanzregelungen genutzt werden könnten, um Personal- oder Raummangel zu vertuschen. Die geplante Änderung des Landesbildungsgesetzes liegt derzeit noch als Entwurf vor und muss vom Landtag beschlossen werden. Die Landesregierung hatte die Initiative Anfang Oktober erstmals angekündigt. Trotz der Bedenken betont sie, dass der Präsenzunterricht Priorität behalten werde und der Distanzunterricht nicht automatisch die bisherigen "Hitzefreie"-Tage ersetzen soll.