Niedersachsen präsentiert umfassende Schulreform für Schülerbefähigung

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Ein Spielplatz mit vier Kindern, eines läuft auf schwarz-weißen Betonstufen, umgeben von einem Schulgebäude.

Mehr Selbstbestimmung: Was das neue Schulgesetz bietet - Niedersachsen präsentiert umfassende Schulreform für Schülerbefähigung

Die Landesregierung von Niedersachsen hat eine umfassende Schulreform vorgestellt, die die Mitbestimmung, Eigenständigkeit und individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern stärken soll. Zu den zentralen Neuerungen gehören die Einführung von Mitbestimmungsmodellen und Familienklassen an Grundschulen sowie ein neues Fach, das sich mit Werten und Normen beschäftigt. Im Mittelpunkt der Reform steht die Stärkung der Schülerrechte. Ab dem Schuljahr 2026/27 werden an allen Grundschulen – einschließlich der Förderschulen – Klassen- und Schülersprecher gewählt. Regelmäßige Klassenräte sollen sicherstellen, dass die Anliegen der Schüler Gehör finden. Die Initiative ist Teil der von Bildungsministerin Julia Willie Hamburg vorgeschlagenen Änderungen des Schulgesetzes. Auch der Digitalunterricht erhält eine rechtliche Grundlage, um bei extremen Wetterbedingungen Flexibilität zu ermöglichen. Dennoch bleibt der Präsenzunterricht Priorität. Gleichzeitig erhalten weiterführende Schulen mehr pädagogische Spielräume, und Oberstufenschülerinnen und -schüler können ihre Fächer künftig freier wählen. Das neue Schulgesetz könnte bereits am 1. August 2026 in Kraft treten – vorausgesetzt, die Anhörungsphase und Überarbeitung verlaufen planmäßig. Der Kabinettsentwurf wurde bereits gebilligt; Verbände und Fachleute haben bis zum 1. Dezember Zeit, Stellung zu nehmen. Zudem sieht das Gesetz Nachteilsausgleiche und Notenschutz für Schüler mit Lernschwierigkeiten wie Legasthenie oder Dyskalkulie vor, um sicherzustellen, dass kein Schüler zurückgelassen wird.