15 May 2026, 12:32

Neue Arbeitsschutzregeln: Wie Schutzkleidung gegen Hitzestress hilft

Ein Mann in einem Tarnmuster-Schutzoverall und Maske steht vor einem weißen Hintergrund, der Anzug ist für den Schutz vor gefährlichen Materialien mit einer Kapuze, verstellbaren Riemen und Reißverschluss ausgestattet.

Neue Arbeitsschutzregeln: Wie Schutzkleidung gegen Hitzestress hilft

Neue Arbeitsschutzregeln setzen auf Schutzkleidung als Schlüssel gegen Hitzestress

Mit technischen und organisatorischen Lösungen oft an ihren Grenzen stoßen Arbeitgeber zunehmend auf funktionale Berufskleidung als zentrale Maßnahme zur Bewältigung von Hitze am Arbeitsplatz. Die überarbeitete Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A5.1 definiert nun klarere Standards für Außenarbeiten unter hohen Temperaturen.

Das Bundesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) prüft derzeit Referenzwerte für hitzebedingte Belastung bei Textilien. Diese Werte geben Aufschluss darüber, wie gut Stoffe Hitze ableiten – leichtere Materialien und niedrigere R-Werte (Wärmewiderstand) ermöglichen dabei eine bessere Atmungsaktivität. Hersteller setzen zudem auf innovative Designs mit Belüftungszonen, Netzeinsätzen und luftdurchlässigen Schnitten, um die Kühlung zu optimieren.

Technische Maßnahmen wie Beschattung, Belüftungssysteme oder Wasserkühlung bleiben weiterhin wichtig. Auch organisatorische Anpassungen – etwa flexible Arbeitszeiten, verlängerte Pausen oder die Verlegung von Tätigkeiten in kühlere Tageszeiten – tragen zur Entlastung bei. Auf individueller Ebene werden Beschäftigte angehalten, Sonnencreme, Schutzaccessoires und vor allem angepasste Kleidung zu nutzen.

Moderne Funktionsstoffe machen den Unterschied: 3D-Abstandsgewebe schaffen mikroskopische Luftpolster, die Hitze ableiten, während hydrophile Beschichtungen Feuchtigkeit von der Haut wegtransportieren. Unternehmen wie Kübler arbeiten mit Forschungseinrichtungen zusammen, um diese Technologien weiterzuentwickeln und die Schutzkleidung an die aktuellen Sicherheitsanforderungen anzupassen.

Die ASR A5.1 berücksichtigt nun umfassender Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und die Art der Tätigkeit. Dieser ganzheitliche Ansatz stellt sicher, dass Schutzmaßnahmen an reale Arbeitsbedingungen angepasst werden – statt auf pauschale Lösungen zu setzen.

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Der Fokus auf funktionale Berufskleidung spiegelt einen Wandel hin zu praktischen, tragbaren Lösungen für das Hitze-Management wider. Mit verschärften Vorschriften passen Arbeitgeber und Hersteller Kleidungsdesigns an strengere Sicherheitsstandards an. Ziel ist es, hitzebedingte Risiken zu minimieren und gleichzeitig den Komfort der Beschäftigten unter anspruchsvollen Bedingungen zu gewährleisten.

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