"Die Verschwundenen": Ein Buch gibt vermissten Frauen aus Oaxaca eine Stimme
Noah Weber"Die Verschwundenen": Ein Buch gibt vermissten Frauen aus Oaxaca eine Stimme
Die Journalistinnen Juana García und Diana Manzo haben ihr neues Buch „Die Verschwundenen: Vermisste Frauen aus Oaxaca“ vorgestellt. Bei der Veranstaltung trafen sich Angehörige vermisster Frauen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft. Die Veröffentlichung beleuchtet die anhaltende Krise der Verschwindenlassen in Mexiko anhand persönlicher Schicksale und harter Fakten.
Im Mittelpunkt des Buches stehen acht junge indigene und afro-mexikanische Frauen, die in Oaxaca spurlos verschwanden. Ihre Familien suchen weiterhin nach Antworten – oft auf Gleichgültigkeit seitens der staatlichen Behörden stoßend. García und Manzo betonten, dass das Werk eine Hommage an die Mütter, Väter und Angehörigen sei, die unermüdlich nach ihren Lieben fahnden.
Bei der Buchpräsentation verwiesen die Autorinnen auf einen Bericht der Interamerikanischen Menschenrechtskommission, der bestätigt, dass in Mexiko offiziell über 130.000 Menschen als vermisst gemeldet sind. Diana Manzo erklärte, dass die namentliche Nennung der verschwundenen Frauen im Buch für ihre Familien ein Zeichen der Hoffnung setze.
Die gesamten Erlöse aus dem Verkauf kommen den Müttern der vermissten Frauen zugute. Die Veranstaltung selbst umfasste Redebeiträge von Angehörigen und Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen und unterstrich so den kollektiven Einsatz hinter dem Projekt.
Das Buch dokumentiert nicht nur Einzelschicksale, sondern deckt auch systemische Versäumnisse bei der Aufklärung der Verschwindenlassen auf. Die Familien der Vermissten fordern weiterhin Gerechtigkeit und Rechenschaft. Die Verkaufserlöse fließen direkt in ihre anhaltenden Suchbemühungen.






