Mainzer Karnevalstradition feiert 2027 ein Comeback mit neuem Elan
Lotta BrandtMainzer Karnevalstradition feiert 2027 ein Comeback mit neuem Elan
Historische Mainzer Karnevalsgesellschaft kehrt nach kurzer Pause zurück
Die Allerscheenste, bekannt für ihren scharfen Humor und ihr Clown-Symbol, gibt 2027 unter neuer Führung ein Comeback. Holger Bartz, der frisch gewählte Vorsitzende, leitet nun die Bemühungen, die Traditionen der Gesellschaft wiederzubeleben.
Die Allerscheenste wurde 1986 gegründet und avancierte schnell zu einer festen Größe im Mainzer Karneval. Ihre Mitglieder trafen sich im Augustinerkeller in der Altstadt, alle drei Wochen unter dem Motto „Gott Jokus ist unser Chef, der Augustinerkeller unsere Burg“. Markenzeichen der Gruppe waren ihre frechen, witzigen Reden, die ohne Rücksicht vorgetragen wurden.
Doch bis 2025 sah sich die Gesellschaft vor Herausforderungen gestellt: Das Durchschnittsalter der Mitglieder lag bei über 70 Jahren, Nachwuchs blieb aus. Trotz geringer Mitgliedsbeiträge von nur 1,11 Euro im Monat schrumpfte die Zahl der Aktiven. Die Pause sollte dazu dienen, sich neu aufzustellen und jüngere Teilnehmer zu gewinnen. Holger Bartz, der 2019 beitrat, übernimmt nun den Vorsitz. Sein Ziel ist klar: der Allerscheenste neuen Schwung zu verleihen, ohne ihr Erbe zu verraten. Zwar finden 2026 keine Sitzungen statt, doch die Pläne für eine Rückkehr 2027 laufen. Zudem führt die Gruppe ihre Tradition fort, jährlich den Aller-Allerscheenste-Preis zu verleihen – eine Auszeichnung für herausragende Persönlichkeiten des Mainzer Karnevals.
Die Allerscheenste setzt 2026 aus, will aber 2027 mit neuen Mitgliedern und frischem Elan zurückkehren. Regelmäßige Treffen im Augustinerkeller bleiben der Einstieg für alle, die mitmachen möchten. Unter Bartz’ Führung hofft die Gesellschaft, ihren Platz in der Zukunft des Mainzer Karnevals zu sichern.
