17 January 2026, 14:02

Kritik an Landrat Raulfs’ neuer Beraterin: Vorwürfe der Vetternwirtschaft und intransparente Personalentscheidung

Ein blaues Plakat mit Andersons Karte von Cowlitz County, Washington, das detaillierte Straßen, Städte und geografische Merkmale zeigt, sowie zusätzliche Textinformationen enthält.

Kritik an Landrat Raulfs’ neuer Beraterin: Vorwürfe der Vetternwirtschaft und intransparente Personalentscheidung

Landrat Philipp Raulfs hat Marike Bebnowski zu seiner neuen persönlichen Beraterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ernannt. Die Entscheidung hat scharfe Kritik ausgelöst – Vorwürfe der Vetternwirtschaft und mangelnder Transparenz im Stellenangebotsverfahren werden laut. Gegner behaupten, die Stelle sei nie öffentlich ausgeschrieben worden, und stellen den Bedarf für die Position grundsätzlich infrage.

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Die Ernennung wurde vom nicht-öffentlichen Kreisausschuss gebilligt, obwohl die rechtspopulistische AfD Widerspruch einlegte. Die Partei hatte gefordert, die Stelle kostenneutral zu besetzen, und vorgeschlagen, eine andere Position in Raulfs’ Büro zu streichen, um die Neueinstellung auszugleichen. Ihr Antrag wurde abgelehnt, und der Ausschuss setzte die Personalie durch.

Bebnowski arbeitete zuvor als Büroleiterin für Raulfs, als dieser noch Landtagsabgeordneter war. Kritiker, darunter die Bürgerinteressengemeinschaft (B.I.G.) in Sassenburg, werfen vor, die Stelle sei ohne Ausschreibungsverfahren und unter Bevorzugung einer Vertrauten aus Raulfs’ Umfeld besetzt worden. Die B.I.G. erklärt, es gebe keine Nachweise dafür, dass die Stelle intern oder extern öffentlich ausgeschrieben worden sei. Raulfs verteidigte die Entscheidung mit dem Hinweis, die Position sei bereits länger unbesetzt gewesen und die Einstellung führe nicht zu einer Erhöhung des Personalbestands. Er räumte ein, dass die Stelle nicht öffentlich ausgeschrieben wurde, betonte jedoch, der Personalrat habe dem Verfahren zugestimmt. Die AfD bezeichnete die Ernennung derweil als 'Schaffung eines Postens auf dem Samtpolster für eine linientreue Gefährtin' und unterstrich damit die Vorwürfe der Günstlingswirtschaft. Gegner verweisen zudem auf finanzielle Bedenken und argumentieren, die Kreisverwaltung sei ohnehin überbesetzt. Sie weisen auf steigende Kosten für die Bürger hin, die durch erhöhte Kreisumlagen belastet werden.

Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen das Fehlen eines öffentlichen Bewerbungsverfahrens und die als zu eng empfundene Verbindung zwischen Raulfs und Bebnowski. Die Kreisverwaltung hält daran fest, dass die Ernennung haushaltsneutral erfolge, doch die Kritik an der Notwendigkeit der Stelle und der Fairness des Verfahrens bleibt bestehen. Die Debatte spiegelt die größeren Spannungen um Transparenz und Ausgabenpolitik in der Kommunalverwaltung wider.