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Eine Szene mit H"usern, Transformatoren, Strommasten, Kabeln, Z"unen, einer Stra\u00dfenlampe, B"umen und einem bew"olkten Himmel.

Koalition fordert Netzzugriff, um Energiewende zu retten

Ein Bündnis aus 24 Ministerien, Verbänden und Organisationen hat einen dringenden Appell für einen besseren Zugang zu den Stromnetzen veröffentlicht. Zu der Gruppe gehören der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sowie der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE). Sie fordern eine beschleunigte Digitalisierung und eine stärkere Einbindung von Fachwissen aus der Energiewende in die Anreizregulierung. Der unter dem Titel *"Sicherer Netzzugang – Zukunft gestalten" veröffentlichte Aufruf unterstreicht die Dramatik der Krise: Massive Verzögerungen und blockierende Haltungen der Netzbetreiber behindern die Energiewende. Betroffen ist unter anderem Leda, ein Ofenhersteller aus Leer in Ostfriesland. Obwohl der lokale Netzbetreiber die verbleibenden Kapazitäten an Batteriespeicherprojekte vergeben hat, konnte das Unternehmen seinen sieben Megawatt starken Elektroofen nicht an das Netz anschließen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) meldet eine durchschnittliche Wartezeit von 278 Tagen für den Netzanschluss fertiger Solaranlagen. Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) kämpft mit Engpässen bei der Netzkapazität – etwa für Solaranlagen und Ladeinfrastruktur für Elektroautos an Supermärkten. Wie Jan-Oliver Heidrich vom HDE berichtet, blieben bis vor kurzem 80 Prozent der Anschlussanfragen bei den Netzbetreibern unbeantwortet. Die Koalition fordert, Netzanschlüsse als systemrelevant einzustufen, da sie für Erneuerbare-Energien-Anlagen, Speichersysteme, Haushalte, Industrie, Handel, kommunale Einrichtungen und Rechenzentren unverzichtbar sind. Sarah Bäumchen vom ZVEI widerspricht der Annahme, die Energiewende müsse sich dem Netzausbau anpassen: *"Der Netzausbau ist vielmehr die Voraussetzung für die Energiewende."" Doch die notwendigen Modernisierungen der lokalen Umspannwerke werden erst 2032 erwartet – bis dahin bleibt Unternehmen wie Leda der Zugang zu grünem Strom verwehrt. Der Appell der Koalition verlangt einen beschleunigten Netzzugang für Erneuerbare-Projekte und Verbraucher. Angesichts der massiven Verzögerungen und blockierenden Haltungen der Netzbetreiber steht die Energiewende auf dem Spiel. Eine schnellere Digitalisierung der Stromnetze und die bessere Integration von Energiewende-Expertise in die Anreizregulierung sind entscheidend für den Fortschritt. Die Koalition drängt darauf, Netzanschlüsse als systemkritisch anzuerkennen – sie sind essenziell für verschiedene Sektoren und den Erfolg der Energiewende.