KI verändert die Arbeitswelt: Warum wir jetzt umdenken müssen

Admin User
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Ein roter, oranger und blauer Kasten mit einem Roboter und dem Text "AUTOBOT TRACKS" oben, vor einem unscharfen schwarzen Hintergrund.

KI verändert die Arbeitswelt: Warum wir jetzt umdenken müssen

Automatisierung am Arbeitsplatz muss gelernt werden

Wie künstliche Intelligenz berufliche Tätigkeiten und die Anforderungen an die Ausbildung verändert – und warum Lehrende und Lernende die Herausforderung am besten gemeinsam meistern.

  1. August 2023

Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, künstliche Intelligenz, Technologie

Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie Menschen arbeiten, und die Fähigkeiten, die sie benötigen, um relevant zu bleiben. Maschinen lernen heute aus Erfahrungen, verbessern sich kontinuierlich und kommen mit immer weniger menschlichem Eingriff aus. Dieser Wandel zwingt Branchen und Bildungssysteme, sich rasant anzupassen.

Die Auswirkungen sind bereits in Berufen spürbar, die auf routinemäßige Aufgaben angewiesen sind. Gleichzeitig entstehen neue Chancen, da künstliche Intelligenz ganze Berufsfelder und Ausbildungsmethoden umgestaltet.

Künstliche Intelligenz revolutioniert Branchen, indem sie repetitive, regelbasierte Tätigkeiten übernimmt. Besonders gefährdet sind Jobs wie Kassierer:innen, Datenerfasser:innen oder einfache Fließbandarbeiter:innen. Auch Lkw-Fahrer:innen, Verwaltungsangestellte, Callcenter-Mitarbeiter:innen und selbst Berufsanfänger:innen in der Softwareentwicklung stehen unter Druck. Diese Tätigkeiten basieren oft auf Mustererkennung oder standardisierten Abläufen – Aufgaben, die künstliche Intelligenz effizienter erledigen kann.

In der Fertigung und Produktion ermöglicht künstliche Intelligenz bedarfsgerechte Individualisierung, digitale Zwillinge und nahtlose Vernetzung im Rahmen von Industrie 4.0. Unternehmen setzen zunehmend auf intelligente Systeme, die den menschlichen Einsatz in Routineprozessen reduzieren. Doch nicht jede Aufgabe lässt sich automatisieren – manche erfordern menschliches Urteilsvermögen oder Kreativität.

Die berufliche Bildung steht vor der Herausforderung, Schritt zu halten. Der Ruf nach einer Berufsbildung 4.0 bedeutet engere Verzahnung von betrieblichem Training und schulischer Ausbildung. Lehrkräfte und Lernende müssen zusammenarbeiten, um die Anforderungen neuer Technologien zu bewältigen. Pädagog:innen kommen dabei eine Schlüsselrolle zu: Sie bereiten die nächste Generation qualifizierter Fachkräfte vor und entwickeln gleichzeitig künstliche-intelligenz-gestützte Lösungen für die Ausbildung.

Die Arbeitswelt selbst ist im Umbruch. Einige Jobs werden verschwinden, andere entstehen neu. Im Mittelpunkt steht nun die Anpassung von Ausbildungsprogrammen an die Bedürfnisse einer digitalen Belegschaft.

Der Aufstieg der künstlichen Intelligenz formt Karrierewege und die gefragten Kompetenzen neu. Die berufliche Weiterbildung muss die Lücke zwischen traditioneller Ausbildung und digitalen Anforderungen schließen. Beschäftigte in gefährdeten Berufen brauchen Umschulungen, während Branchen auf intelligentere, vernetzte Systeme setzen.

Der Wandel hat bereits begonnen – mit Bildungsinstitutionen und Unternehmen, die sich auf eine Zukunft vorbereiten, in der menschliche und maschinelle Fähigkeiten einander ergänzen müssen.