Jannik Balint will Halle Mitte-Nord mit Gehaltsverzicht und Sozialprojekten stärken
Noah WeberJannik Balint will Halle Mitte-Nord mit Gehaltsverzicht und Sozialprojekten stärken
Über 100 Menschen versammelten sich, um Jannik Balints Pläne für den Halleschen Stadtteil Mitte-Nord zu hören. Der Direktkandidat der Linken sprach am Ende eines Kampagnentags und rief zu einem geschlossenen Vorgehen gegen die extreme Rechte bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr auf. In seiner Rede ging er auch auf lokale Sorgen ein – von Löhnen bis hin zu öffentlichen Dienstleistungen.
Balint kritisierte die regierende CDU und ihre Koalitionspartner scharf für das, was er als jahrelange Vernachlässigung bezeichnete. Er verwies auf stagnierende Löhne, Renten knapp über der Armutsgrenze, marode Schulen und explodierende Kosten in der Pflege im Stadtteil. Diese Missstände hätten viele Anwohner in existenzielle Not gebracht, so Balint.
Vor den Versammelten gelobte er, sein Landtagsgehalt im Falle einer Wahl auf 2.750 Euro zu deckeln – den deutschen Durchschnittsverdienst. Jeder Betrag darüber hinaus solle in soziale Projekte in Halle Mitte-Nord fließen. Mit diesem Schritt wollte er Solidarität mit den von finanziellen Sorgen betroffenen Wählern zeigen.
Sein Blick richtete sich jedoch nicht nur auf lokale Probleme. Balint forderte ein breites Bündnis der Linken, um die extreme Rechte 2025 herauszufordern. Bei der letzten Bundestagswahl hatte die Linke im Stadtteil nur knapp die AfD hinter sich gelassen – ein Zeichen für das enge Rennen, das bevorsteht. Mit einem Direktmandat im 109 Sitze zählenden Landtag von Sachsen-Anhalt auf dem Spiel betonte er die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen, um eine progressive Mehrheit zu sichern.
Die Kampagnenveranstaltung endete mit vorsichtigem Optimismus. Balints Gehaltsverzicht und sein Fokus auf lokale Investitionen setzten klare Prioritäten für die Wahl. Das Ergebnis in Halle Mitte-Nord könnte größere Verschiebungen in der politischen Landschaft Sachsen-Anhalts ankündigen.






