Frankfurt bekommt ein Loriot-Museum – sein Nachlass wird erstmals ausgestellt

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Ein Museumsplakette mit Text und Skulpturen darauf.

Warum Loriot jetzt ein Frankfurter ist - Frankfurt bekommt ein Loriot-Museum – sein Nachlass wird erstmals ausgestellt

Frankfurt erhält ein Museum für den legendären Humoristen Loriot

In Frankfurt entsteht ein Museum, das dem berühmten deutschen Humoristen Loriot gewidmet ist. Die Stadt hat seinen umfangreichen Nachlass gesichert, zu dem Zeichnungen, Manuskripte und persönliche Gegenstände gehören. Geplant ist eine Dauerausstellung, doch bereits vorher könnten ausgewählte Exponate in temporären Pop-up-Veranstaltungen zu sehen sein.

Die Entscheidung, Loriots Erbe nach Frankfurt zu holen, steht im Zusammenhang mit der Verbundenheit der Stadt zur Neuen Frankfurter Schule – einer Bewegung, die der Satiriker sehr schätzte. Sein Nachlass wird nun mit einem weiteren zentralen Pfeiler der deutschen Nachkriegskomik vereint und verbindet so zwei prägende kulturelle Strömungen.

Das Hauptmuseum wird im historischen Leinwandhaus neben dem Frankfurter Dom untergebracht. Aufgrund begrenztem Platz wird jedoch nach einem zweiten Standort gesucht. Die Dauerausstellung soll voraussichtlich als Anbau an das Karikaturmuseum Frankfurt (Caricatura) im Stadtzentrum entstehen, auch wenn das genaue Gebäude noch nicht feststeht. Der Nachlass selbst ist gewaltig: Rund 3.000 Originalzeichnungen, Filmrollen, Requisiten und sogar Loriots komplettes Arbeitszimmer gehören dazu. Die Katalogisierung wird Jahre dauern, doch die Familie möchte seine Werke so bald wie möglich der Öffentlichkeit zugänglich machen. Während die vollständige Eröffnung des Museums für Ende 2025 geplant ist, könnten einzelne Stücke bereits früher in Wechselausstellungen gezeigt werden.

Das Loriot-Museum wird sein künstlerisches Schaffen für kommende Generationen bewahren. Fertiggestellt wird es Besuchern einen tiefen Einblick in Leben und Werk eines der beliebtesten Komiker Deutschlands bieten. Gleichzeitig festigt das Projekt Frankfurts Ruf als Zentrum für Satire und comicnahe Kunst.