Doppelte Betrugswelle in Brandenburg: Senioren verlieren tausende Euro an Trickbetrüger
Hannah BöhmDoppelte Betrugswelle in Brandenburg: Senioren verlieren tausende Euro an Trickbetrüger
Zwei getrennte Betrugsmaschen treffen Einwohner in Brandenburg – Opfer erleiden hohe Verluste
In Neuruppin verlor ein 55-jähriger Mann einen vierstelligen Betrag, nachdem er einem Betrüger seine Bankdaten preisgegeben hatte. Unterdessen wurde in Kyritz eine 79-jährige Frau mit einer gefälschten Polizeikautionsmasche um mehrere tausend Euro betrogen.
Der Vorfall in Neuruppin begann mit einem Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters, der dem Mann weismachte, es hätten unautorisierte Abbuchungen von seinem Konto stattgefunden. Nachdem das Opfer seine Zugangsdaten weitergegeben hatte, sperrte der Betrüger es aus und stahl den vierstelligen Betrag. Der Mann erstattete am Samstag Anzeige bei der Polizei.
In Kyritz fiel die ältere Frau auf einen sogenannten "Schock-Anruf" herein. Ein Anrufer, der sich als Polizist ausgab, behauptete, ihre Tochter sei festgenommen worden, und forderte Kautionsgeld. Unter Druck willigte die Frau ein, einen niedrigen fünfstelligen Betrag zu zahlen – nachdem sie eingestanden hatte, sich den zunächst geforderten höheren Betrag nicht leisten zu können. Sie übergab das Bargeld, bevor ihr klar wurde, dass es sich um einen Betrug handelte.
Beide Fälle zeigen, wie groß die Gefahr von Telefonbetrug in der Region nach wie vor ist. Die Behörden haben zwar keine spezifischen Statistiken zu solchen Straftaten für das Jahr 2023 in Deutschland veröffentlicht, doch die Vorfälle folgen einem bekannten Muster von Identitätsbetrug.
Die Opfer erlitten in beiden Fällen finanzielle Verluste, nachdem sie von überzeugend auftretenden Hochstaplern manipuliert worden waren. Die Polizei ermittelt, bisher gab es jedoch keine Festnahmen. Die Bevölkerung wird dringend dazu aufgerufen, bei unerwarteten Anrufen zunächst die Identität des Anrufers zu überprüfen, bevor persönliche oder finanzielle Daten preisgegeben werden.






