30 March 2026, 00:17

Deutsche lehnen Sparpläne im Gesundheitswesen mehrheitlich ab – Umfrage zeigt klare Ablehnung

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt: "Millionen von Amerikanern sparen durchschnittlich 800 Dollar im Jahr bei den Gesundheitsversicherungsprämien thanks to the Inflation Reduction Act" und ein Logo in der Mitte.

Deutsche lehnen Sparpläne im Gesundheitswesen mehrheitlich ab – Umfrage zeigt klare Ablehnung

Eine neue Umfrage zeigt deutlichen Widerstand der Deutschen gegen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen. Die von Insa im Auftrag der Bild am Sonntag durchgeführte Erhebung ergab, dass die Mehrheit der Befragten zentrale Reformvorschläge zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung ablehnt. Nur ein kleiner Teil wäre bereit, höhere Eigenanteile zu zahlen oder Leistungskürzungen hinzunehmen.

Die zwischen dem 26. und 27. März 2026 durchgeführte Befragung umfasste 1.003 Teilnehmer. Die Ergebnisse zeigen, dass 39 Prozent jede Kürzung der Gesundheitsleistungen ablehnen. Lediglich 21 Prozent würden ein eingeschränktes Leistungsspektrum der Versicherungen akzeptieren.

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Noch weniger Befragte wären bereit, selbst mehr zu zahlen: Nur 8 Prozent würden höhere Versicherungsbeiträge in Kauf nehmen, während 11 Prozent mit gestiegenen Zuzahlungen für Medikamente und Krankenhausaufenthalte einverstanden wären. Weitere 14 Prozent sprachen sich für die Wiedereinführung von Praxisgebühren aus.

Einige Reformen stießen auf etwas mehr Zustimmung. So unterstützten 31 Prozent den Wegfall der Überweisungspflicht für Fachärzte. Allerdings lehnten 57 Prozent die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung für Ehepartner ab – nur 28 Prozent befürworteten dies.

Die Ergebnisse erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem die Expertenkommission am Montag ihre Sparvorschläge vorlegen wird. Seit Beginn ihrer Arbeit im September hat die Gruppe noch keine konkreten Maßnahmen benannt. Ihr Ziel ist es, Einsparungen in Höhe von etwa 25 Milliarden Euro zu identifizieren, um eine prognostizierte Finanzlücke von 12 bis 14 Milliarden Euro im Jahr 2027 zu schließen.

Die Umfrage unterstreicht die Herausforderungen für die Politik. Da die meisten Befragten höhere Kosten oder Leistungskürzungen ablehnen, dürften Reformen auf öffentlichen Widerstand stoßen. Die anstehenden Vorschläge der Expertenkommission müssen finanzielle Ziele mit der begrenzten Kompromissbereitschaft der Bevölkerung in Einklang bringen.

Quelle