CDU will Göttingens „Döner-Meile“ umgestalten – doch die Kritik wächst

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Ein gelbes Gebäude mit Geschäften im Erdgeschoss, eines davon hat ein weißes Schild mit der Aufschrift "Metro".

CDU will Göttingens „Döner-Meile“ umgestalten – doch die Kritik wächst

CDU findet Göttingen schöner ohne Döner

Scharf: Die Göttinger CDU-Fraktion sorgt für Aufsehen. Sie will Imbissbuden, Gemüsestände und Friseursalons aus der Nordstadt verdrängen.

  1. Dezember 2025, 04:51 Uhr

Die CDU-Fraktion in Göttingen hat eine Überarbeitung des städtischen "Innenstadt-Masterplans" vorgeschlagen und damit Kritik der Opposition hervorgerufen. Im Fokus steht die sogenannte "Döner-Meile" – ein Abschnitt der Weender Straße, bekannt für ihre von Migrant:innen betriebenen Imbisse. Gegner:innen werfen der CDU vor, der Antrag biete keine praktikablen Lösungen für die größeren städtebaulichen Herausforderungen der Stadt.

Ziel des CDU-Vorschlags ist es, die "funktionale Vielfalt" des Göttinger Zentrums zu "bewahren und zu stärken", gleichzeitig Leerstände und Monokulturen zu verhindern. Doch die besondere Betonung der "Döner-Meile" hat Widerspruch ausgelöst. Die Grünen, die bereits 2020 eine Aktualisierung des Masterplans gefordert hatten, nennen den Ansatz der CDU "stimmungsmachend und kontraproduktiv".

Die Debatte um die Neuauflage des Masterplans offenbart die unterschiedlichen Vorstellungen zur Gestaltung der Göttinger Innenstadt. Zwar sind sich alle großen Parteien einig, dass eine Überarbeitung nötig ist – doch die Fokussierung auf die "Döner-Meile", ohne dabei Verkehrsprobleme oder Infrastrukturdefizite anzugehen, überlagert die sachliche Planung. Nun dreht sich die Diskussion darum, ob der Vorstoß zu konkreten Verbesserungen führt – oder nur ein politisches Schlagabtausch bleibt.