BundID bleibt Stolperstein: Warum Hannovers Digitalisierung der Ummeldung scheitert

Admin User
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Ein Nahaufnahme eines Personalausweises mit der amerikanischen Flagge und dem Text "Critical Licence" auf der Vorderseite.

BundID bleibt Stolperstein: Warum Hannovers Digitalisierung der Ummeldung scheitert

Hannovers elektronisches Meldeverfahren sollte die Bürger vor langen Warteschlangen im Bürgeramt bewahren. Doch der Prozess hängt weiterhin vom BundID ab, der digitalen Identitätsplattform der Regierung – einem System, das seit seinem Start 2019 immer wieder in der Kritik steht. Mein jüngster Umzug in die Stadt zeigte einmal mehr, wie fehleranfällig das System nach wie vor ist.

Eingeführt wurde der BundID 2019 unter dem Namen Nutzerkonto Bund, um die Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes (OZG) von 2017 zu erfüllen. Dieses Gesetz verpflichtete alle deutschen Behörden, bis Ende 2022 digitale Dienstleistungen anzubieten. Theoretisch sollen bis Herbst 2025 rund 1.800 kommunale Leistungen online verfügbar sein – doch die Praxis sieht oft anders aus.

Die Digitalisierungsoffensive der Bundesregierung sollte Abläufe wie die Anmeldung eines Wohnsitzes vereinfachen. Doch die anhaltenden technischen Mängel des BundID sorgen für Verzögerungen und Frust. Solange es kein zuverlässigeres System gibt, könnten Bürger in Städten wie Hannover auch künftig unnötige Hürden überwinden müssen, wenn sie Pflichttermine erledigen wollen.