31 March 2026, 20:15

Bundeshaushaltsbericht fordert radikale Steuerreform für mehr Kaufkraft und weniger Defizit

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das besagt: "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Steuern für die Reichen und große Unternehmen weiter senken."

Bundeshaushaltsbericht fordert radikale Steuerreform für mehr Kaufkraft und weniger Defizit

Ein neuer 34-seitiger Bundeshaushaltsbericht schlägt umfassende Reformen vor, um die finanzielle Belastung der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu verringern und gleichzeitig das staatliche Haushaltsdefizit abzubauen. Die von dem Ökonomen Florian Schuster-Johnson verfasste Studie präsentiert einen sechsteiligen Plan, der Steuersenkungen, eine Reform der Schuldenbremse und niedrigere Energiekosten vorsieht – alles mit dem Ziel, Beschäftigung und private Ausgaben langfristig um etwa 2,5 Milliarden Euro zu steigern. Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich bereits offen für Veränderungen gezeigt und nährt damit die Hoffnung auf einen politischen Kurswechsel in den kommenden Jahren.

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Der Bericht benennt ein zentrales Problem: Mittelschichtsverdiener in Deutschland tragen eine Steuerlast von 40 bis 42 Prozent ihres Bruttoeinkommens – mehr als in Ländern wie den Niederlanden oder Schweden. Als Lösung schlagen die Autoren ein "Stoltenberg-light-Steuermodell" vor. Dieses sieht eine Anhebung des Grundfreibetrags, eine glattere Steuerprogression und eine leichte Erhöhung des Spitzensteuersatzes vor, um die sogenannte "Mittelschichtsbeule" abzumildern.

Ein weiterer zentraler Vorschlag betrifft die Reform der strengen Schuldenbremse in Deutschland. Der Bericht plädiert dafür, Kredite gezielt für produktive Investitionen zuzulassen – etwa für den Ausbau von Kita-Plätzen. Diese Flexibilität, so die Argumentation, könnte das Haushaltsdefizit verringern, ohne das Wirtschaftswachstum zu behindern.

Auch die Energiekosten stehen im Fokus. Nach dem jüngsten Erwerb einer 25,1-prozentigen Beteiligung des Bundes am Netzbetreiber TenneT regt die Studie an, dass der Staat ähnliche Anteile an anderen Netzgesellschaften übernimmt. Dadurch ließen sich Netzentgelte senken und Verbraucher könnten jährlich bis zu 1,6 Milliarden Euro sparen.

Gleichzeitig warnen die Autoren: Die Wiederherstellung einer langfristigen Haushaltsstabilität wird Zeit brauchen. Schuster-Johnson rechnet mit einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren, bis die Reformen vollumfänglich wirken und die öffentlichen Finanzen nachhaltig entlasten.

Ziel der vorgeschlagenen Maßnahmen ist es, die Steuerlast zu senken, Investitionen zu fördern und die Haushaltsausgaben der Bürger zu reduzieren. Bei Umsetzung könnten die Reformen der Wirtschaft durch höhere Beschäftigung und Konsumausgaben einen Schub von 2,5 Milliarden Euro versetzen. Nun liegt der Bericht bei den politischen Entscheidungsträgern – Finanzminister Stephan Klingbeil hat bereits Signalbereitschaft gezeigt, Anpassungen zu prüfen.

Quelle