Braunschweigs neuer Platz ehrt langjährigen Bezirksbürgermeister Uwe Jordan

Elias Werner
Elias Werner
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Eine alte Zeitung mit dem Titel "New York Daily News" und einem Kalender, der Bilder von verschiedenen Menschen, Stadtgebäuden und Text enthält.Elias Werner

Braunschweigs neuer Platz ehrt langjährigen Bezirksbürgermeister Uwe Jordan

In Braunschweig ist eine Debatte über die Benennung öffentlicher Plätze mit einer Entscheidung zugunsten eines langjährigen Kommunalpolitikers zu Ende gegangen. Der neu gestaltete Platz an der Hochstraße wird künftig den Namen von Uwe Jordan tragen, dem ehemaligen Bezirksbürgermeister des Östlichen Ringgebiets. Die Wahl fiel nach einer knappen Abstimmung, bei der ein früherer Vorschlag, stattdessen eine wegweisende Wissenschaftlerin zu ehren, abgelehnt wurde.

Die Grünen hatten ursprünglich vorgeschlagen, den Platz nach Agnes Pockels zu benennen, einer in Braunschweig geborenen Wissenschaftlerin, die für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Oberflächenchemie bekannt ist. Trotz ihrer Verdienste wurde der Antrag abgelehnt. Die Partei brachte daraufhin einen Kompromissvorschlag ein: Drei benachbarte Orte sollten nach Pockels, der Fotografin Käthe Buchler und Uwe Jordan benannt werden. Dem Plan zufolge hätte der Platz vor dem Fotomuseum Buchler gewidmet werden sollen, ein weiterer Ort Jordan, und der umgestaltete Platz wäre an Pockels gegangen.

Die SPD setzte sich jedoch dafür ein, den Platz ausschließlich nach Jordan zu benennen, der über 25 Jahre im Bezirksrat des Östlichen Ringgebiets tätig war, davon 18 Jahre als Bürgermeister. Ihr Antrag erhielt schließlich mit knapper Mehrheit die Zustimmung. Jordans langjähriges Engagement für den Stadtteil gab letztlich den Ausschlag. Aktuell sind 89 Prozent der Braunschweiger Straßen und Plätze, die nach Personen benannt sind, Männern gewidmet, während nur 11 Prozent Frauen ehren. Zwar gibt es in der Stadt bereits eine Pockelsstraße, diese ist jedoch nicht nach Agnes Pockels benannt. Andere deutsche Städte haben ihr mit Straßennamen gedacht, Braunschweig bisher jedoch nicht. Die Grünen argumentierten, ein Platz oder Park wäre eine angemessenere Würdigung und vermeide Verwechslungen mit der bestehenden Straße.

Der Platz an der Hochstraße wird nun offiziell den Namen Uwe Jordans tragen und damit seine Jahrzehnte im öffentlichen Dienst würdigen. Agnes Pockels und Käthe Buchler bleiben in dieser Runde der Namensvergaben ohne eigene Gedenkorte. Das Ungleichgewicht bei der geschlechtsspezifischen Repräsentation in Braunschweigs öffentlichen Ehrungen besteht damit vorerst fort.

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