Berlins Kino International glänzt nach 22 Monaten Sanierung in neuem Licht

Noah Weber
Noah Weber
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Ein Bild eines Theatersaals mit einer prunkvollen, kunstvoll verzierten Decke, verzierten Wänden mit Säulen, Geländern und Vorhängen und einem Teppichboden, gekrönt von einem weiteren Bild.Noah Weber

Berlins Kino International glänzt nach 22 Monaten Sanierung in neuem Licht

Das Kino International – Berlins historisches Filmjuwel an der Karl-Marx-Allee – eröffnet nach 22 Monaten Sanierung wieder seine Pforten

Das Kino International, das legendäre Ost-Berliner Lichtspielhaus, hat nach einer umfassenden, 22 Monate dauernden Sanierung wieder seine Türen geöffnet. Die Kultstätte, die 1963 ihre Pforten erstmals öffnete, war jahrzehntelang ein zentraler Ort für Filmpremieren und kulturelle Veranstaltungen. Nun, mit modernster Technik und liebevoll restaurierten historischen Elementen, bereitet es sich darauf vor, das Publikum erneut zu begeistern.

Ursprünglich als Teil der prächtigen Karl-Marx-Allee errichtet, war das Kino Schauplatz unzähliger DDR-Filmpremieren – die genaue Zahl bleibt jedoch undokumentiert. Über die Jahrzehnte hinweg entwickelte es sich zu einem Ort glanzvoller Vorführungen und Auftritte prominenter Persönlichkeiten. Doch mit der Zeit litt das über 60 Jahre alte Gebäude unter dringend notwendigen Sanierungsbedarf, der schließlich zur vorübergehenden Schließung führte.

Die Finanzierung des 10-Millionen-Euro-Projekts erfolgte aus verschiedenen Quellen, darunter Bundes- und Landesmittel, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie Erträge der Lotteriegesellschaften. Weitere 5 Millionen Euro sind für künftige Arbeiten an Nebenräumen vorgesehen. Im Zuge der Sanierung reduzierte sich die Sitzplatzzahl von 551 auf 506, um den Zuschauern mehr Beinfreiheit zu bieten, ohne dabei die intime Atmosphäre des Hauses zu beeinträchtigen.

Ein besonderes Highlight ist der restaurierte Perlenvorhang, bestickt mit 40 Millionen Pailletten. Handwerker korrigierten dabei einen Fehler, der bei einer Reparatur in den 1970er-Jahren entstanden war, sodass der Vorhang nun wieder seinem ursprünglichen Design entspricht. Zudem wurde moderne Projektionstechnik installiert, die mit den Systemen des Filmfestivals von Cannes vergleichbar ist.

Das seit 1990 als Denkmal geschützte Kino befindet sich seit 1992 im Besitz der Yorck Kinogruppe. Nach monatelanger Schließung wird es offiziell am 3. März wiedereröffnet, wobei erste Vorführungen bereits ab dem 26. Februar stattfinden sollen.

Das Kino International vereint nun historischen Charme mit modernem Kinoerlebnis. Die Sanierung soll seinen Stellenwert als eine der wichtigsten Kulturstätten Berlins festigen. Mit seiner Wiedereröffnung knüpft das Haus an seine Tradition als Treffpunkt für Filmbegeisterte an – und schreibt seine Geschichte als lebendiger Ort der Filmkultur fort.

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