Atommüll-Endlager: Deutschlands Zeitbombe tickt lautlos weiter

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Ein Badezimmerszenario mit Waschbecken, Wasserhahn, Spiegel, Lampe, Fenster, Tür, WC, Hocker, Stuhl, Badewanne und einem Teppich, dargestellt in einer Buchillustration mit gedrucktem Text.

Atommüll-Endlager: Deutschlands Zeitbombe tickt lautlos weiter

Endlager für Atommüll in Deutschland weiter ungelöst

Nachrichtenticker der österreichischen Energiewirtschaft

  1. Oktober 2021

Schlagwörter: Wissenschaft, Industrie, Umweltforschung, Finanzen

Die Entsorgung von Atommüll stellt die Bundesregierung vor große Herausforderungen, da die Genehmigungen für Zwischenlager bald auslaufen. Derzeit lagern hochradioaktive Abfälle in 16 provisorischen Einrichtungen, von denen die meisten bis 2045 oder 2046 geschlossen werden müssen. Gleichzeitig steckt die Suche nach einem dauerhaften tiefengeologischen Endlager noch in den Anfängen – ein Abschluss ist erst in Jahrzehnten zu erwarten.

Der Zeitplan für die sichere Entsorgung des deutschen Atommülls ist eng gesteckt: Bis 2031 muss ein Standort für das Endlager festgelegt werden, der Bau und die Genehmigung dürften weitere 20 Jahre in Anspruch nehmen. Selbst dann könnte der Vollbetrieb erst gegen 2080 abgeschlossen sein.

Da die Genehmigungen für die Zwischenlager bald auslaufen, muss die Bundesregierung schnell handeln, um die Laufzeiten zu verlängern – andernfalls drohen Unterbrechungen. Das noch in der Entwicklung befindliche Endlager wird erst in Jahrzehnten bereitstehen. Die Behörden müssen daher den Spagat zwischen dem akuten Lagerbedarf und dem langfristigen Ziel einer sicheren, dauerhaften Entsorgung meistern.