AfD eröffnet neues Büro in ehemaligem Nazi-Musterdorf bei wachsendem Einfluss

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Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Gruppe von Menschen, die auf einer Straße neben einem Panzer gehen, mit anderen Menschen in der Nähe, Steinen auf der linken Seite, Bäumen, einem Haus und dem Himmel im Hintergrund.

AfD eröffnet neues Büro in ehemaligem Nazi-Musterdorf bei wachsendem Einfluss

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Niedersachsen hat ihr neues Geschäftsbüro in der Gemeinde Düsseldorf eingerichtet. Der Standort, ein ehemaliges nationalsozialistisches Musterdorf, sorgt wegen seiner historischen Brisanz und strategischen Bedeutung für Aufsehen. Das Büro befindet sich in einem 1936 errichteten NS-Musterdorf, in dem noch heute das Haus der Hitlerjugend steht. Zwar bietet der Ort der Partei Rückzugsraum für interne Veranstaltungen, ist für Landtagsabgeordnete jedoch schwerer erreichbar. Der Saal im Inneren wirkt ländlich-schlicht, und die AfD hat dort bereits Veranstaltungen wie das *"1. Sturmfest"* abgehalten. Die neue Adresse ist allerdings wenig repräsentativ: Der Eingang wirkt abgenutzt, und die Buchstaben auf dem Wirtshausschild sind verblasst. Die Wahl Düsseldorfs erfolgte mit Bedacht – die AfD will damit ihre Präsenz im Nordwesten Niedersachsens stärken. Die Partei verzeichnet seit Jahren Zuwachs: 2024 zählt sie 800 Mitglieder, 2022 zog sie mit 17 Sitzen und 11 Prozent der Stimmen in den Landtag ein. Allerdings beobachtet der Verfassungsschutz die AfD seit 2022 wegen mutmaßlicher extremistischer Bestrebungen. Der Umzug nach Düsseldorf könnte auf Widerstand aus dem antifaschistischen Spektrum stoßen, wie frühere Proteste gegen rechtsextreme Veranstaltungen in der Region zeigen. Das neue AfD-Geschäftsbüro in Düsseldorf mag zwar strategisch klug für Wahlerfolge platziert sein, doch die historische Symbolik und mögliche Gegenproteste geben Anlass zur Sorge. Trotz behördlicher Beobachtung unterstreicht der Aufstieg der Partei in Niedersachsen ihren anhaltenden Einfluss in der Region.