27 April 2026, 14:20

Wolfsangriff in Thüringen: Schäfer verliert sechs Schafe – Familie kämpft um Existenz

Eine bewaldete Landschaft mit einer Schafherde im Vordergrund, umgeben von Bäumen und Pflanzen, mit Text unten.

Wolfsangriff in Thüringen: Schäfer verliert sechs Schafe – Familie kämpft um Existenz

Wolfsangriff bei Urnshausen: Hirte verliert sechs Schafe – mehrere schwer verletzt

Ein Wolfsangriff in der Nähe von Urnshausen hat einen Schafhirten mit sechs toten Mutterschafen und mehreren schwer verletzten Tieren zurückgelassen. Der Vorfall, der am Sonntagmorgen entdeckt wurde, sorgt unter lokalen Landwirten für wachsende Besorgnis über die zunehmende Wolfspopulation in der Region.

Egon Specht, ein erfahrener Schäfermeister, fand die Tiere seiner Herde mit tiefen Bisswunden vor. Seine Familie steht nun vor einer schweren finanziellen Belastung, nachdem jahrelange Zucht- und Pflegearbeit in einer einzigen Nacht zerstört wurde.

Der Angriff ereignete sich auf einer Weidefläche bei Urnshausen, wo Specht gemeinsam mit seinem Enkel Simon die Schafe hütet. Beide bestätigten, dass Wölfe für die Todesfälle und Verletzungen verantwortlich seien – die Art der Wunden lasse keinen Zweifel daran. Sechs Mutterschafe starben, zwei weitere erlitten schwere Verletzungen und mussten dringend tierärztlich versorgt werden. Die Familie Specht vermutet, dass mehrere Wölfe beteiligt waren, angesichts des Ausmaßes der Schäden.

Die Behörden wurden umgehend informiert. Das Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse des Thüringer Umweltministeriums begab sich vor Ort, um Proben für die offizielle Bestätigung zu sichern.

Die Schäfer betonten die wichtige Rolle ihrer Arbeit für den Erhalt der offenen Kulturlandschaften der Rhön durch traditionelle Beweidung. Ohne ausreichenden Schutz, warnen sie, könnten solche Angriffe nicht nur ihre Existenzgrundlage, sondern auch das ökologische Gleichgewicht der Region bedrohen.

Tierhalter in ganz Thüringen fordern nun klarere gesetzliche Regelungen zum Umgang mit Wölfen, die wiederholt Nutztierbestände angreifen. Viele kritisieren, dass die aktuellen Schutzbestimmungen sie weiteren Verlusten schutzlos aussetzen.

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Der Angriff hat die Familie Specht in erhebliche finanzielle und emotionale Not gebracht. Die offiziellen Untersuchungsergebnisse der entnommenen Proben werden endgültig klären, ob Wölfe die Verantwortung tragen.

Unterdessen werden die Rufe nach strengeren Vorschriften für den Umgang mit Problemwölfen in Thüringens Landwirtschaft immer lauter. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Artenschutz und dem Schutz der Landwirtschaft in der Region.

Quelle