02 May 2026, 02:13

Wolfsangriff in Schwanewede zerstört seltene Schafherde – Schäfer gibt auf

Offenes Buch mit einer Illustration eines Schafs, das in einem bewaldeten Gebiet grast, neben dem Titeltext "Die Geschichte des Schafs".

Wolfsangriff in Schwanewede zerstört seltene Schafherde – Schäfer gibt auf

Wolfsangriff in Schwanewede: Seltene Schafe fast vollständig gerissen – Hobby-Schäfer gibt auf

Ein Wolfsangriff in Schwanewede hat einen Hobby-Schäfer verzweifelt zurückgelassen: Fast alle seine seltenen Schafe wurden getötet oder schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Mittwochs – trotz eines hochgesicherten Zauns um die Weide. Es ist bereits der zweite derartige Angriff in der Region innerhalb von nur drei Wochen.

Karsten Bode, ein ortsansässiger Schäfer, fand seine Herde mit schweren Bisswunden vor, vor allem im Halsbereich. Die Umzäunung war mit einem 1,70 Meter hohen Stahldrahtzaun gesichert, der 60 Zentimeter tief im Boden verankert und mit Stacheldraht versehen war. Zudem führte ein 10.000-Volt-Stromschlag durch die Anlage – doch die Wölfe durchbrachen die Abwehrmaßnahmen dennoch.

Der Tierarzt Dr. Hinrich Horstmann traf am Tatort ein und musste drei Schafe sofort einschläfern. Weitere verletzte Tiere könnten in den kommenden Tagen dasselbe Schicksal ereilen. Camper in der Nähe gaben an, in der Nacht nichts Ungewöhnliches gehört zu haben.

Die Behörden verweigerten eine Entschädigung, da der Zaun nicht vollständig den Vorschriften entsprach. Nach diesem Angriff entschieden sich Bode und seine Frau, die Zucht ihrer geschützten Schafsrasse aufzugeben. Die überlebenden Tiere wurden vorsorglich in einen Stall gebracht.

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Die wiederholten Wolfsangriffe werfen Fragen zur Zukunft der Schafzucht in Schwanewede auf. Ohne wirksame Schutzmaßnahmen könnten Landwirte zunehmend Schwierigkeiten haben, ihre Herden zu sichern. Der jüngste Vorfall hat bereits eine Familie gezwungen, ihr Zuchtprogramm komplett aufzugeben.

Quelle