02 May 2026, 11:00

Drei Männer wegen Millionen-Betrugs durch Cyberkriminalität verurteilt

Paper with text "Administration Generale des Postes Avis" indicating a French general post administration advertisement.

Drei Männer wegen Millionen-Betrugs durch Cyberkriminalität verurteilt

Ein US-Bundesgericht hat drei Männer wegen ihrer Beteiligung an einem weltweiten Cyberkriminalitäts- und Geldwäschenetzwerk verurteilt. Die Gruppe um Oluwafemi Michael Awoyemi, Aruan Drake und Peter Reed betrog über 1.000 Opfer in 47 US-Bundesstaaten sowie 19 Ländern – darunter auch Deutschland – um mehr als 215 Millionen US-Dollar.

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Die Täter drangen in E-Mail-Konten ein, verschickten gefälschte Zahlungsaufforderungen und leiteten Gelder auf Scheinkonten um. Allein ein betroffenes Unternehmen verlor auf diese Weise rund 2,7 Millionen US-Dollar. Die kriminelle Vereinigung operierte systematisch: Sie kompromittierte E-Mail-Accounts von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen, um betrügerische Rechnungen und Überweisungsanforderungen zu versenden. Die Opfer – verteilt auf Länder wie Italien, Australien oder die Vereinigten Arabischen Emirate – überwiesen daraufhin hohe Summen auf Konten der Täter. Ein Teil der Beute, etwa 50 Millionen US-Dollar, wurde über eine Devisenwechselstube im Großraum Chicago abgewickelt.

Oluwafemi Michael Awoyemi und seine Komplizen steuerten das Netzwerk zentral, indem sie gehackte Konten nutzten, um falsche Zahlungsanweisungen zu verschicken. Die Ermittler konnten Vermögenswerte im Wert von knapp 1,2 Millionen US-Dollar beschlagnahmen oder deren Einziehung einleiten. Die drei Angeklagten wurden nun der drahtgebundenen Betrugsverschwörung für schuldig befunden. Gegen Awoyemi und Drake erfolgte zusätzlich eine Verurteilung wegen Geldwäscheverschwörung.

Mit den aktuellen Urteilen steigt die Zahl der verurteilten Mitglieder dieser Organisation auf 25. Bundesbehörden hatten den Fall über Jahre untersucht, da die Masche weltweit massive finanzielle Schäden verursachte. Die Verurteilungen markieren einen Erfolg im Kampf gegen internationale Cyberkriminalität. Dennoch bleibt die Bilanz der Taten verheerend: Über 1.000 Geschädigte und ein Gesamtvolumen von mehr als 215 Millionen US-Dollar zeigen das Ausmaß der Betrugsmasche.

Die beschlagnahmten Vermögenswerte decken nur einen Bruchteil des angerichteten Schadens ab. Die Ermittlungen zu weiteren Beteiligten und Geldflüssen dauern an.

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