"Unser Regenbogen bleibt bunt": Großdemo gegen AfD-Kinderschutztagung in Hannover
Noah Weber"Unser Regenbogen bleibt bunt": Großdemo gegen AfD-Kinderschutztagung in Hannover
Unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ findet am kommenden Samstag vor dem niedersächsischen Landtag eine Demonstration statt. Die Kundgebung richtet sich gegen eine Fachtagung zum Kinderschutz, die von der AfD-Landtagsfraktion veranstaltet wird. Die Organisatoren bezeichnen die Veranstaltung als Versuch, dem wachsenden Einfluss der extremen Rechten auf das Thema etwas entgegenzusetzen.
Das Bündnis „Bunt statt braun“, angeführt von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Linken, hat zu der Protestaktion aufgerufen. Unterstützt wird sie unter anderem von „Omas gegen Rechts“, der antifaschistischen Gruppe „Aufstehen gegen Rassismus“, den Gewerkschaften ver.di und GEW, der katholischen Kirche, der SPD sowie den Grünen. Die AfD werde vorgeworfen, den Kinderschutz zu instrumentalisieren; die Partei gelte als „gesichert rechtsextrem“.
Die AfD-Tagung widmet sich den Themen „Gender-Ideologie, Verharmlosung von Pädophilie, Gewalt- und Missbrauchserfahrungen sowie die frühe Sexualisierung von Kindern“. Organisiert wurde die Veranstaltung von Vanessa Behrendt, familienpolitischer Sprecherin der AfD-Fraktion. Als Rednerinnen treten Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, und die EU-Abgeordnete Christine Anderson auf. Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamts, wird über sexuelle Gewalt gegen Kinder sprechen – mit Fokus auf frühkindliche Sexualerziehung.
Protest und Tagung finden am Samstag parallel statt. Während die AfD ihre Position zum Kinderschutz darlegt, will das Bündnis dieser Deutung mit der Demonstration entgegenwirken. Die Auseinandersetzung zeigt, wie tief die politischen Gräben in der Debatte um den Umgang mit dem Thema sind.






