19 June 2026, 22:12

Sabine Döring sagt FDP-Debatte nach Junge Freiheit-Interview ab

Rückzug aus der Debatte

Sabine Döring sagt FDP-Debatte nach Junge Freiheit-Interview ab

Sabine Döring hat ihre Teilnahme an einer geplanten Debatte mit FDP-Generalsekretär Martin Hagen abgesagt. Die Absage erfolgt nach einem kürzlichen Interview Hagens mit der Jungen Freiheit, einem Medium, das häufig mit AfD-Anhängern in Verbindung gebracht wird. Dörings Schritt zielt darauf ab, Wählerstimmen für Hagen und die FDP zu entmutigen.

Döring, Wissenschaftlerin und Liberale, erklärte, sie wünsche sich keinen Austausch mehr mit der Jungen Freiheit. Das Blatt stehe für sie im Widerspruch zu ihren Werten. Ihre Absage wurde von FDP-Kritikern gelobt.

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In seinem Interview hatte Hagen die AfD scharf angegriffen. Zudem sprach er über den Niedergang sachlicher Debatten in der Politik. Allein bei der Bundestagswahl 2025 verlor die FDP fast 900.000 Wähler an die AfD. Einige Parteimitglieder sehen die Junge Freiheit weiterhin als Möglichkeit, ehemalige Anhänger zurückzugewinnen.

Auch andere FDP-Politiker haben bereits Beiträge für das Blatt geliefert – etwa Gastartikel verfasst oder Interviews gegeben. Innerhalb der Partei bleibt die Haltung zu solchen Medienauftritten umstritten.

Dörings Entscheidung unterstreicht die Spannungen in der FDP zwischen strategischen Überlegungen und Werten. Die Absage der Debatte spiegelt tiefere Meinungsverschiedenheiten darüber wider, wie mit umstrittenen Plattformen umgegangen werden soll. Die Partei ringt weiterhin darum, wie sie den Wählerverlust an die AfD aufhalten kann.

Quelle