Tarifeinigung im ÖPNV Brandenburg: Streiks abgewendet und Löhne steigen
Noah WeberTarifeinigung im ÖPNV Brandenburg: Streiks abgewendet und Löhne steigen
Beschäftigte im ÖPNV Brandenburgs einigen sich nach wochenlangen Verhandlungen auf neuen Tarifvertrag
Nach wochenlangen Verhandlungen haben die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr Brandenburgs einen neuen Tarifabschluss erzielt. Die Einigung verhindert weitere Streiks und sichert einen reibungslosen Betrieb über die Osterfeiertage. Beide Seiten fanden nach wiederholten Arbeitsniederlegungen, die Busse und Straßenbahnen lahmgelegt hatten, schließlich zu einem Kompromiss.
Zuvor waren die Gespräche zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft Verdi ins Stocken geraten, was zu Warnstreiks in ganz Brandenburg geführt hatte. In mehreren Städten standen Busse und Straßenbahnen bis zu zwei Tage lang still. Ein geplanter großer Streik wurde schließlich abgesagt, nachdem Verdi an den Verhandlungstisch zurückgekehrt war.
Der nun vereinbarte Tarifvertrag läuft über 27 Monate und sieht eine Gesamtlohnerhöhung von 8,1 Prozent vor. Im Schnitt entspricht das einer jährlichen Steigerung von 3,6 Prozent. Die Beschäftigten erhalten ab dem 1. April 2026 eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent, gefolgt von weiteren 2,5 Prozent ab dem 1. April 2027. Zudem gibt es für die ersten drei Monate des Tarifabschlusses eine einmalige Zahlung von 160 Euro.
Wie viele Beschäftigte in Brandenburg genau von der Vereinbarung betroffen sind, ist unklar. Auf nationaler Ebene umfasst die aktuelle Tarifrunde jedoch rund 100.000 Mitarbeiter in etwa 150 Unternehmen.
Der Abschluss bringt Stabilität in das brandenburgische Nahverkehrsnetz und verhindert weitere Ausfälle. Die Löhne steigen in zwei Stufen, zusätzlich gibt es kurzfristige finanzielle Unterstützung. Die Dienstleistungen können nun ohne Unterbrechung über die Osterzeit aufrechterhalten werden.






