SP Frauen lehnen Kriegsmaterialgesetz und Wehrpflicht für Frauen ab
Die SP Frauen, eine Schweizer politische Vereinigung, haben sich gegen die jüngsten Änderungen am Kriegsmaterialgesetz ausgesprochen. Sie kritisieren, dass die aktuellen Reformen militärische Ausgaben über soziale Bedürfnisse stellen – insbesondere auf Kosten der Sicherheit von Frauen und der Konfliktprävention.
Ihre Positionierung fällt in eine Phase, in der das Parlament über eine weitere Deregulierung von Waffenexporten sowie eine Ausweitung der militärischen Pflichten für junge Menschen berät. Die Gruppe lehnt eine Ausdehnung der Wehrpflicht auf Frauen entschieden ab. Auch die geplanten Orientierungstage für alle 17-Jährigen bezeichnet sie als überflüssig und veraltet. Stattdessen fordern die SP Frauen, dass Gleichberechtigung darauf abzielen müsse, patriarchale Militärstrukturen abzubauen – statt sie zu verstärken.
Die SP Frauen unterstützen ein Referendum gegen das überarbeitete Kriegsmaterialgesetz. Sie verlangen ein striktes Verbot von Waffenexporten in Konfliktgebiete sowie ein Ende der weiteren Lockerung des Gesetzes. Die Entscheidung des Parlaments, in militärische Ausstattung statt in den Schutz von Frauen zu investieren, stößt bei der Organisation auf scharfe Kritik.
Über die militärischen Bedenken hinaus prangern die SP Frauen mangelnden politischen Willen an, Lösungen gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu finanzieren. Zwar werde das Problem auf Bundesebene mittlerweile anerkannt, doch konkrete Maßnahmen und Mittel seien nach wie vor unzureichend. Die Gruppe schlägt vor, Ressourcen stattdessen in Friedenspädagogik, Konfliktlösung und Programme für gewaltfreie Kommunikation umzulenken.
Im Mittelpunkt der Kampagne der SP Frauen steht der Stopp der militärischen Aufrüstung sowie die Umverteilung von Geldern zugunsten sozialer Prioritäten. Mit ihrem Referendumsvorstoß wollen sie die Deregulierung von Waffenexporten blockieren und gewaltfreie Alternativen fördern. Ihre Forderungen spiegeln breitere Rufe nach einem Kurswechsel in der Schweizer Verteidigungspolitik und bei den Sozialausgaben wider.






