Schweizer Wintersportler zwischen Medaillenjubel und bitteren Rückschlägen
Hannah BöhmSchweizer Wintersportler zwischen Medaillenjubel und bitteren Rückschlägen
Schweizer Athleten zeigten am Wochenende in verschiedenen Wintersportdisziplinen gemischte Ergebnisse. Während das Frauencurling-Team einen starken Auftaktsieg feiern konnte, blieben Rückschläge im Skisport, Snowboard und Eisschnelllauf einige Sportler ohne Podestplatzierung.
Ein Höhepunkt war die überraschende Bronzemedaille im Snowboard-Halfpipe-Wettbewerb, die Fans begeisterte. Verletzungen und Disqualifikationen sorgten derweil für zusätzliche Spannung in den Rennen.
Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft im Eishockey zog nach einem hart umkämpften Spiel ins Viertelfinale ein. Ihre nächste Herausforderung wartet am Samstag um 21:10 Uhr gegen Finnland – ein entscheidendes Duell im Turnierverlauf.
Im Curling startete das Team von Silvana Tirinzoni mit einem 7:4-Sieg gegen Italien durch. Doch der Schwung brach in einer späteren 3:8-Niederlage gegen die USA ab, sodass die Bilanz in der frühen Turnierphase ausgeglichen bleibt.
Die Snowboard-Wettkämpfe brachten Höhen und Tiefen: Boardercrosser Kalle Koblet hatte einen schwierigen Start, während Alessandro Hämmerle und Eliot Grondin in einem engen Rennen um Gold kämpften. Die bulgarische Außenseiterin Lora Hristova sorgte derweil für eine Überraschung, als sie im Halfpipe-Wettbewerb Bronze holte – und dabei sogar die amtierende Weltcup-Siegerin hinter sich ließ. Die Schweizer Jonas Hasler, David Hablützel, Mischa Zürcher und Jan Scherrer erreichten zwar das Finale, verpassten aber die Medaillenränge.
Im Langlauf dominierten die Schwedinnen den 10-Kilometer-Klassikwettbewerb der Frauen. Frida Karlsson sicherte sich Gold, Teamkollegin Ebba Andersson Silber und die US-Amerikanerin Jessie Diggins Bronze. Die Schweizerinnen Nadja Kälin und Nadine Fähndrich belegten die Plätze 14 und 16.
Auf der Eisschnelllaufbahn wurde der niederländische Athlet Joep Wennemars im 1.000-Meter-Rennen disqualifiziert. Der Entscheidung war ein Zusammenstoß mit dem Chinesen Ziwen Lian vorausgegangen, der Wennemars bei einem Spurwechsel von der Strecke gedrängt hatte.
Auch Verletzungen belasteten das Schweizer Team: Skifahrerin Jasmine Flury erlitt einen Teilriss des inneren Seitenbands und ein Knochenprellung am Schienbein. Sie wird mehrere Wochen pausieren müssen.
Die Ergebnisse des Wochenendes hinterlassen bei den Schweizer Athleten eine Mischung aus Fortschritt und Rückschlägen. Während das Frauencurling-Team weiter im Rennen ist, stehen Skifahrer und Snowboarder vor Herausforderungen. Mit entscheidenden Duellen und Rehabilitationszeiten im Fokus wird sich in den kommenden Tagen zeigen, wie belastbar die Sportler auf der internationalen Bühne sind.






