Schwankende und hohe Strompreise zwingen Stahlwerk zum Produktionsstopp - Konsequenzen der grünen Energiepolitik
Schwankende und hohe Strompreise zwingen Stahlwerk zum Produktionsstopp - Konsequenzen der grünen Energiepolitik
Das Stahlwerk Georgsmarienhütte in Niedersachsen hat wegen explodierender Stromkosten die Produktion eingestellt. Geschäftsführerin Anne-Marie Großmann wirft der deutschen Energiepolitik vor, den Stillstand vorangetrieben zu haben, und warnt vor schweren wirtschaftlichen Folgen.
Die Strompreise in Deutschland sind von einem Höchststand von 130 Euro pro Megawattstunde im Jahr 2019 auf über 400 Euro heute gestiegen. Der drastische Anstieg zwingt Unternehmen wie Georgsmarienhütte, ihre Aktivitäten einzustellen – darunter auch die Produktion von „grünem Stahl“ im Lichtbogenofen. Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft stehen nun auf dem Spiel.
Großmann kritisiert die Entscheidung der Regierung, aus der Kernenergie auszusteigen, ohne gleichzeitig neue Gaskraftwerke zu bauen. Sie plädiert dafür, Erdgas als Übergangslösung zu nutzen, um die Kosten zu stabilisieren. Bereits Ende 2025 hatte sie Politiker – darunter Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und lokale Verantwortliche – aufgefordert, die Strompreise zu senken, Netzentgelte zu reduzieren und Gas als Brückentechnologie zu fördern.
Die Unternehmensführung betont die Dringlichkeit von Sofortmaßnahmen. Großmann warnt, dass ohne Kurskorrekturen die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und die wirtschaftliche Erholung weitere Rückschläge erleiden werden.
Der Produktionsstopp bei Georgsmarienhütte unterstreicht den Druck auf energieintensive Industrien. Großmanns Forderungen zielen auf Kostensenkungen und die Sicherung zuverlässiger Energiequellen ab. Ohne Gegensteuer drohen weitere Produktionsausfälle und Arbeitsplatzverluste.
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