"Richi"-Meme löst Streit um Urheberrechte und Soundboxen-Verkauf aus
Das virale "Richi"-Meme, das durch Hermann Schönbächlers markanten Spruch bekannt wurde, hat rechtliche und kommerzielle Streitigkeiten ausgelöst. Der Influencer Zeki nutzte den Audioausschnitt für seine Comedy-Soundboxen – doch die Familie Schönbächler hatte dessen Verwendung nie genehmigt. Nach öffentlicher Kritik und juristischen Bedenken wurden die Produkte nun überarbeitet.
Der Hype begann mit Schönbächlers Ausspruch, der sich rasant im Netz verbreitete. Zeki fügte den Clip in seine Soundboxen ein und verkaufte sie ohne Zustimmung der Familie. Später meldeten sich die Schönbächlers auf Facebook zu Wort, forderten ein Ende des Rummels und betonten, dass sie von den Produkten nie profitiert hätten.
Im Dezember 2022 stoppten Händler wie Galaxus und Brack den Verkauf der Soundboxen, nachdem bekannt wurde, dass die notwendigen Lizenzen fehlten. Der Schweizer Rundfunksender SRF bestätigte zudem, dass der Clip ohne Einwilligung der Familie nicht hätte genutzt werden dürfen. Auf Wunsch der Schönbächlers entfernte Zeki den "Richi"-Audioausschnitt und passte seine Produkte an die rechtlichen Vorgaben an.
Galaxus führt die überarbeiteten Soundboxen mittlerweile wieder im Sortiment – unter der Annahme, dass der Rechteinhaber Swissmeme über die erforderlichen Lizenzen verfügt. Die Familie hingegen besteht darauf, weder Zahlungen erhalten noch eine Genehmigung für die ursprüngliche Vermarktung erteilt zu haben.
Zekis Soundboxen entsprechen nun den gesetzlichen Anforderungen, nachdem der "Richi"-Clip entfernt wurde. Durch das Eingreifen der Familie Schönbächler kam es zu Änderungen in Verkaufs- und Lizenzierungspraktiken. Der Fall zeigt, wie wichtig Einwilligung und Rechteklärung bei der Kommerzialisierung viraler Inhalte sind.






