Proteste gegen rechtsextreme Verstrickungen der 'Gladiator Fight Academy' in Halle
Hannah BöhmProteste gegen rechtsextreme Verstrickungen der 'Gladiator Fight Academy' in Halle
Am Samstag fand vor dem Hauptbahnhofs von Halle eine Protestkundgebung statt, die sich gegen ein örtliches Kampfsportstudio richtete, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Die Demonstranten forderten die Schließung der „Gladiator Fight Academy“, die ihrer Ansicht nach als Treffpunkt für extremistisches Netzwerken dient. Die Kundgebung fiel zeitlich mit einer umstrittenen Kampfveranstaltung zusammen, die in Verbindung mit dem Studio stand.
Im Mittelpunkt des Protests stand die „Gladiator Fight Academy“, der vorgeworfen wird, Rechtsextreme anzuwerben und zu vernetzen. Die Teilnehmenden skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ und verlangten die sofortige Schließung des Studios. Besonders kritisiert wurden die mutmaßlichen Verbindungen der Einrichtung zu extremistischen Gruppen.
Noch am selben Tag hatte das Studio in Teutschenthal eine neue Kampfveranstaltung ausgerichtet. Die in einem kommunalen Kultur- und Bürgerzentrum abgehaltene Veranstaltung stand wegen ihrer rechtsextremen Bezüge in der Kritik. Die Organisatoren gaben an, 300 Besucher gezählt zu haben, während die Polizei die Zahl auf etwa 170 schätzte.
Zu den zentralen Figuren des Studios zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer einer rechtsextremen Hooligan-Gruppe. Auch Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer der Einrichtung, steht in Verbindung mit derselben extremistischen Szene. Bei der Veranstaltung waren zudem die AfD-Politiker Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß anwesend, was die Bedenken hinsichtlich der politischen Verstrickungen des Studios weiter schürte.
Der Protest erfolgte vor dem Hintergrund des starken Abschneidens der AfD in Sachsen-Anhalt bei der Bundestagswahl 2025, wo die Partei 37,3 Prozent der Stimmen erhielt. Diese politische Entwicklung hat die Spannungen um rechtsextreme Aktivitäten in der Region weiter verschärft.
Die Demonstration unterstrich den wachsenden Widerstand gegen rechtsextremen Einfluss in lokalen Gemeinschaften. Die Protestierenden richteten sich gezielt gegen den Betrieb des Studios und seine angebliche Rolle bei der Anwerbung von Extremisten. Bislang haben die Behörden noch nicht auf die Forderungen nach einer Schließung der Einrichtung reagiert.






