09 May 2026, 04:12

Pflegeversicherung: Defizit für 2023 um 1,5 Milliarden Euro höher als gedacht

Blauer Hintergrund mit einem zentralen Gebäude und dem Text "Unter Bidenomics liegt die Arbeitslosenquote seit 21 Monaten durchgängig unter 4%. Das ist die längste Phase in über 50 Jahren."

Pflegeversicherung: Defizit für 2023 um 1,5 Milliarden Euro höher als gedacht

Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steht vor einem deutlich größeren Finanzloch als erwartet. Neue Zahlen zeigen, dass das Defizit für 2023 höher ausfällt als bisher bekannt gegeben. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte die Fehlbeträge zunächst um 1,5 Milliarden Euro unterschätzt.

Frühere Prognosen gingen für 2023 von einem Defizit in Höhe von 6 Milliarden Euro aus. Aktualisierte Berechnungen belegen nun, dass die tatsächliche Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben bei 7,5 Milliarden Euro liegt. Die Abweichung unterstreicht die wachsende finanzielle Belastung des Systems.

Die Aussichten für die kommenden Jahre sind noch düsterer. Ministerin Warken warnte, dass das Defizit bis 2028 auf über 15 Milliarden Euro anwachsen könnte. Die steigenden Kosten in der Pflege übersteigen weiterhin die verfügbaren Mittel.

Die korrigierten Zahlen bestätigen die zunehmende finanzielle Schieflage der Pflegeversicherung. Angesichts weiter wachsender Defizite bis 2028 stehen die Verantwortlichen vor der Aufgabe, die Finanzierungslücken zu schließen. Die aktualisierten Schätzungen zeichnen ein klareres Bild der langfristigen Haushaltsbelastungen, die auf das System zukommen.

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