19 March 2026, 14:20

Osnabrücks Natruper Holz wird zum klimarobusten Mischwald umgestaltet

Ein Plakat mit einer detaillierten Zeichnung eines grünen, blättrigen Baumes mit der fetten Überschrift "Forstgärtnern" darüber.

Osnabrücks Natruper Holz wird zum klimarobusten Mischwald umgestaltet

Osnabrücks Natruper Holz: Ein Wald wird klimarobust umgestaltet

Der Natruper Holz in Osnabrück wird gezielt bewirtschaftet, um seine Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel zu stärken. Das 220,1 Hektar große Waldgebiet, das gemeinsam von der städtischen Naturschutz- und Forstbehörde und den Städtischen Betrieben verwaltet wird, soll zu einem klimatoleranten Mischwald umgestaltet werden. Noch in diesem Frühling beginnen die Markierungsarbeiten an Bäumen, die künftige Eingriffe zur Förderung heimischer Arten vorgeben werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Aktuell besteht der Wald zu 88 Prozent aus Laubbäumen, doch vier zentrale heimische Arten – Stieleiche, Buche, Vogelkirsche und Ahorn – werden nun gezielt gefördert. Besonders die Buche breitet sich stark aus und verdrängt dabei die Eichen, die für mehr Insektenarten Lebensraum bieten als jeder andere heimische Baum. Um ihren Fortbestand zu sichern, setzen die Verantwortlichen gezielte Maßnahmen ein.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Wasserhaushalt. Mulden, Gräben und kontrollierte Überflutungszonen sollen die Feuchtigkeit im Boden halten und den Bäumen helfen, Trockenperioden zu überstehen. Gleichzeitig bleiben Habitatbäume und Totholz in den Kernzonen des Waldes erhalten, um die biologische Vielfalt zu bewahren.

Jeder Abschnitt des Natruper Holzes erfordert individuelle Maßnahmen. Durch selektive Entnahmen soll ein ausgewogenes Verhältnis standortgerechter Laubbäume entstehen. Ab diesem Frühling zeigen Markierungen an den Bäumen die geplanten Schritte an – farblich gekennzeichnet nach unterschiedlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen.

Das Projekt bringt auch wirtschaftliche Vorteile: Der Verkauf von geschlagenen Stämmen soll der Stadt einen niedrigen fünfstelligen Erlös einbringen, wobei das Holz an lokale Sägewerke geliefert wird. Doch Osnabrücks Wälder erfüllen noch weit mehr Funktionen: Sie bieten Lebensraum für Tiere, binden CO₂, liefern Nutzholz und sind zugleich Naherholungsgebiet für die Bevölkerung.

Ziel der Initiative ist ein Wald, der sich an Umweltveränderungen anpassen kann und gleichzeitig die heimische Artenvielfalt stärkt. Durch die Kombination aus gezielter Baumbewirtschaftung, Wasserrückhaltemaßnahmen und Habitatschutz soll die Zukunft des Natruper Holzes gesichert werden. Zudem profitiert die Stadt in den kommenden Jahren von nachhaltigen Holzerlösen.

Quelle